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19.01.2007

10:17 Uhr

Immer häufiger, immer stärker

Chronologie: Die Orkane der vergangenen zehn Jahre

Die Zahl der schweren Orkantiefs über Europa hat seit Mitte der 90er Jahre zugenommen. Meteorologen befürchten, dass die Nordatlantik-Stürme infolge der Klimaerwärmung noch häufiger auftreten könnten. Die stärksten Orkane des vergangenen Jahrzehnts:

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Grafik: Welche Schäden die schwersten Stürme anrichteten (Quelle: Axa)

Hb HAMBURG. 11./12. Januar 2007: Orkan "Franz" sorgt in weiten Teilen Nordeuropas für entwurzelte Bäume und abgedeckte Dächer. Vor der Küste Irlands ertrinken fünf Fischer in der aufgepeitschten See. Der Sturm reißt mindestens acht weitere Menschen in den Tod.

16. Dezember 2005: "Dorian" zieht eine Schneise der Verwüstung durch Deutschland, Österreich und Tschechien. Bei Verkehrsunfällen werden in Deutschland mehrere Menschen getötet. Etwa 100 000 Haushalte sind stundenlang ohne Strom.

12./13. Februar 2005: Das Sturmtief "Ulf" richtet im Nord- und Ostseeraum gravierende Schäden an. In Deutschland sterben vier Menschen. Auch im Bergland tobt der Orkan: Auf einzelnen Alpengipfeln werden 183 Stundenkilometer schnelle Böen registriert.

20./21. Januar 2005: "Ingo" verursacht ein Sturmchaos zwischen Nordseeküste und Alpenrand. An der Deutschen Bucht wehen orkanartige Stürme mit 115, auf dem Wendelstein sogar mit bis zu 194 Kilometern pro Stunde.

8. Januar 2005: "Erwin" trifft mit voller Wucht auf die deutsche Nordseeküste. Bei einer Sturmflut schrumpft die Südspitze der Insel Sylt um 20 Meter. In Nordengland wird die 100 000-Einwohner-Stadt Carlisle durch Überschwemmungen von der Außenwelt abgeschnitten.

26. Februar 2002: Der Wintersturm "Anna" erreicht in der norddeutschen Tiefebene Spitzengeschwindigkeiten von annähernd 180 Stundenkilometern. Mindestens drei Menschen fallen ihm zum Opfer.

6./7. Juli 2001: "Willy" fegt über Deutschland, Belgien, Frankreich, die Schweiz und Norditalien hinweg. Bilanz: 25 Tote, 150 Verletzte, mehr als 500 Mill. Euro Sachschaden. In Frankreich kommen 13 Besucher eines Open-Air-Konzerts ums Leben.

26./27. Dezember 1999: Die Orkantiefs "Lothar" und "Martin" ziehen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Kilometern pro Stunde über Südwesteuropa. Mindestens 125 Menschen kommen dabei ums Leben. Besonders schwer betroffen ist Frankreich mit 86 Toten.

3./4. Dezember 1999: "Anatol" richtet schwere Verwüstungen von England bis zum Baltikum an. Besonders heftig wütet der Sturm in Norddeutschland und Dänemark, wo insgesamt zehn Menschen sterben.

27. Oktober 1998: Der Herbststurm "Xylia" tobt mit heftigen Regenfällen tagelang über Deutschland. Dämme bersten, zahlreiche Flüsse treten über die Ufer. Fünf Kinder und ein Mann ertrinken.

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