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11.11.2016

01:51 Uhr

In knapper Abstimmung

US-Staat Maine legalisiert Marihuana

Der US-Staat Maine legalisiert den Freizeitkonsum von Marihuana. Das Referendum hat so viele Gegner wie Befürworter: Die Abstimmung geht mit knapp einem Prozent äußerst eng aus.

Im US-Bundestaat Maine ist der Freizeitkonsum von Marihuana nach einem Referendum erlaubt. AP

Legal in Maine

Im US-Bundestaat Maine ist der Freizeitkonsum von Marihuana nach einem Referendum erlaubt.

PortlandDie Bewohner des US-Staats Maine haben bei einem Referendum für die Legalisierung des Freizeitkonsums von Marihuana gestimmt. Das Endergebnis der Abstimmung vom Dienstag stand erst am späten Donnerstag fest. Die Auszählung der Stimmen dauerte fast zwei Tage, weil es ein sehr enges Rennen war: Die Befürworter hatten weniger als einen Prozentpunkt Vorsprung.

Befürworter der Legalisierung hatten sich bereits zuvor zu den Siegern des Referendums erklärt und vorhergesagt, dass ein Privatanbau von Marihuana um Weihnachten herum legal sein werde. Eine Verwendung von Marihuana aus medizinischen Gründen war in Maine bereits erlaubt.

Nach dem jüngsten Entscheid dürfen Personen ab 21 Jahren bis zu zweieinhalb Unzen von Marihuana konsumieren. In Maine könnten zudem Geschäfte für den Verkauf von Marihuana eröffnen. Gegner der Legalisierung hatten erklärt, eine Neuauszählung der Stimmen zu beantragen. Sie kündigten am Donnerstag ein Treffen an, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Eine Kampagne von Gegnern hatte eine Legalisierung als Gefahr für die Gesundheit und Sicherheit von Kindern dargestellt.

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Neben Maine haben auch die US-Staaten Kalifornien, Nevada und Massachusetts ähnliche Maßnahmen in dieser Woche verabschiedet. Der Freizeitkonsum von Marihuana war bereits in den Staaten Colorado, Oregon, Washington und Alaska legal.

Nach dem Vorschlag in Maine dürfen Personen Marihuana und Marihuana-Produkte anbauen, verbreiten und verkaufen. Für Marihuana soll eine Steuer von zehn Prozent gelten.

Von

ap

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