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10.04.2006

13:03 Uhr

Indien

Bollywood-Filmstar wegen Wilderns vor Gericht

In den Bollywood-Filmen geht es um Liebe, Glück und Leidenschaft. Gerichtstermine passen nicht in dieses Konzept. Umso höher schlagen die Wellen, da der indische Filmstar Salman Khan am Montag von einem Gericht im indischen Bundesstaat Rajasthan zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde.

HB NEU DELHI. Khan (40), eine der großen Macho-Figuren des Bollywood-Films, wurde von dem Gericht in Jodhpur, 350 Kilometer südwestlich von Delhi, für schuldig befunden, bei einer illegalen Jagd im Jahr 1998 eine Chinkara-Gazelle geschossen zu haben.

Das seltene Tier gehört einer bedrohten Art an und wird auch durch entsprechende indische Gesetze geschützt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Khans Anwälte können Berufung einlegen, berichtete der indische Nachrichtensender NDTV.

Für Khan war es die zweite Verurteilung wegen Wilderns. Im Februar war er wegen einer anderen Chinkara-Jagd zu einem Jahr verurteilt worden. Auch dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Zwei weitere Verfahren sind noch anhängig.

Der Fall schlägt in Indien hohe Wellen. Meist werden nämlich prominente Gesetzesbrecher wie Stars, Politiker, hohe Beamte und Offiziere oder deren Kinder von der Justiz mit Samthandschuhen angefasst. Auch Khan entging dem Strafrichter, als er 2002 mit seinem Wagen betrunken durch Bombay raste und dabei einen auf der Straße liegenden Obdachlosen überfuhr. Das Oberste Gericht ließ eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung fallen.

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