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29.12.2012

10:21 Uhr

Indische Studentin

Trauer und Wut nach Tod von Vergewaltigungsopfer

13 Tage kämpfte ein junges Vergewaltigungsopfer aus Indien ums Überleben. Nun ist die Frau tot. Die Menschen auf dem Subkontinent trauern. Und sie sind wütend, in der Hauptstadt werden wieder Proteste erwartet.

Im Bus missbraucht

Neue Proteste nach Tod vergewaltigter Inderin

Im Bus missbraucht: Neue Proteste nach Tod vergewaltigter Inderin

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Neu DelhiEine von mehreren Männern vergewaltigte Inderin hat ihren tagelangen Kampf ums Überleben verloren. Die 23-Jährige sei am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) ihren schweren inneren Verletzungen erlegen, teilte das behandelnde Krankenhaus in Singapur mit. Überall in Indien brachten die Menschen ihre Trauer zum Ausdruck. Demonstranten forderten Gerechtigkeit für den Tod der Frau und kündigten an, der Kampf gegen sexuelle Gewalt und für mehr Frauenrechte gehe weiter. Zahlreiche Politiker traten vor Mikrofone und versprachen Maßnahmen, damit sich ein solcher Fall nicht wiederholen könne.

Premierminister Manmohan Singh rief dazu auf, die durch den Fall geweckten Emotionen für einen gesellschaftlichen Wandel zu nutzen. „Sie mag ihren Kampf ums Überleben verloren haben, aber es liegt an uns sicherzustellen, dass ihr Tod nicht umsonst war“, erklärte er. Präsident Pranab Mukherjee sagte, sie sei ein tapferes Mädchen gewesen. „Sie ist eine wahre Heldin und symbolisiert die indische Jugend und Frauen auf das Beste.“

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Die 23-Jährige war vor fast zwei Wochen in Neu Delhi in einem Bus von sechs Männern vergewaltigt, mit einer Eisenstange malträtiert und aus dem fahrenden Fahrzeug geworfen worden. Tagelang kämpften erst indische Ärzte und dann ein Spezialistenteam in Singapur um ihr Überleben. „Ich bete für den Frieden der verstorbenen Seele und hoffe, dass ihre Familie die Kraft haben wird, diesen schmerzlichen Verlust zu ertragen“, erklärte Singh. Er und Indiens Präsident sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus.

Regierung und Polizei baten die Menschen, ruhig und friedlich zu bleiben. Bereits vor einer Woche hatten sich an der Tat überall im Land Proteste entzündet, die in Delhi auch in Gewalt umschlugen. Bei den Demonstrationen vor Weihnachten waren mehr als 100 Menschen verletzt worden, ein Polizist starb.

Auch am Samstagmittag versammelten sich mehrere hundert Menschen mit Plakaten und Mikrofonen in der Hauptstadt Neu Delhi. „Wir wollen Gerechtigkeit“, riefen sie. Andere hatten sich schwarze Tücher über den Mund gebunden. „Wir haben genug geschrien“, sagte eine junge Frau mit Tuch. „Jetzt wollen wir Taten sehen.“

Kommentare (22)

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Account gelöscht!

29.12.2012, 09:09 Uhr

Diese sechs Mistkerle würde ich verkehrt herum am nächsten Baum aufhängen und ganz langsam ausbluten lassen und dabei mit einer Eisenstange zuschlagen. Sie müssen genauso leiden, wie dieses junge Mädchen.

Ich bin fassungslos zu was Menschen fähig sind. Sie haben einer jungen Frau, die noch alles vor sich hatte, das Leben genommen. Sie haben sie wie Dreck behandelt.

Jeder, der einem anderen Menschen das Leben nimmt, müsste auf der Stelle selber tot umfallen und von Gottes Hand in Flammen aufgehen. Es gibt keine Entschuldigung für solche Verbrechen und keine Strafe kann hart genug. Und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, in welchem Land dieser Erde das passiert.

Tabu

29.12.2012, 10:24 Uhr

Da wo Frauen,genötigt werden wie in Indien,China,
Albanien und anderswo,ihr eigenes Geschlecht
millionenfach abzuteiben,
verhungert und vernachlässigt zu lassen und ein
männlicher Überschuß sein Unwesen treibt,wird sich
auch zukünftig nichts ändern..
Es braucht wie die Frauenbewegung endlich eine Sozialisation von Mann zu Mann.
Oder aber,Frauen sollten das Gebären und die
Verfügbarkeit gänzlich verweigern um auch ihre Peiniger
nicht noch aufzuziehen ,während sie ihr Spiegelbild
einer Tochter der Vernichtung ausliefern muß.

Account gelöscht!

29.12.2012, 10:52 Uhr

@ Recovery:

schauen Sie mal in den Spiegel:

"Diese sechs Mistkerle würde ich verkehrt herum am nächsten Baum aufhängen und ganz langsam ausbluten lassen und dabei mit einer Eisenstange zuschlagen. Sie müssen genauso leiden, wie dieses junge Mädchen.

Ich bin fassungslos zu was Menschen fähig sind."

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