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20.08.2013

10:24 Uhr

Indischer Ozean

Australische Marine rettet rund 100 Flüchtlinge in Seenot

Ein Flüchtlingsboot ist rund 220 Kilometer vor den Weihnachtsinseln leckgeschlagen. Die australische Marine konnte die rund 100 Insassen retten. Auf Asyl in Australien können die Flüchtlinge aber nicht hoffen.

Rund 100 Flüchtlinge sind von der australischen Marine vor dem Ertrinken gerettet worden. Doch auf Asyl in Australien können sie nicht hoffen: Premierminister Kevin Rudd will die Flüchtlingspolitik verschärfen. AFP

Rund 100 Flüchtlinge sind von der australischen Marine vor dem Ertrinken gerettet worden. Doch auf Asyl in Australien können sie nicht hoffen: Premierminister Kevin Rudd will die Flüchtlingspolitik verschärfen.

SydneyDramatische Rettungsaktion auf hoher See: Die australische Marine hat am Dienstag im Indischen Ozean 106 Flüchtlinge vor dem Ertrinken gerettet. Ihr Boot war rund 220 Kilometer nördlich der zu Australien gehörenden Weihnachtsinsel leckgeschlagen und bereits halb gesunken, als das Kriegsschiff das havarierte Schiff erreichte. Das Boot hatte am Morgen einen Notruf abgesetzt, auf den mehrere Schiffe reagierten, wie die Küstenwache mitteilte. Wie der Grenzschutz mitteilte, mussten einige Insassen bereits aus dem Wasser gezogen werden.

Es gab zwei Leichtverletzte. Die Suche wurde zunächst fortgesetzt.

Jährlich versuchen Tausende Asylsuchende, die 500 Kilometer südlich von Jakarta gelegene Weihnachtsinsel von Indonesien aus zu erreichen. Hunderte sind bei dem Versuch umgekommen, oft wird die Überfahrt mit nicht seetüchtigen Booten versucht. Zuletzt kamen im Juli mindestens 15 Flüchtlinge ums Leben, darunter sechs Kinder, als ihr Boot nahe der indonesischen Küste sank.

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Der Umgang mit der steigenden Zahl an Flüchtlingen ist in Australien ein sehr brisantes Thema. Ende Juli hatte der australische Premierminister Kevin Rudd eine Verschärfung der Flüchtlingspolitik angekündigt. Bootsflüchtlinge sollen, sofern sie Australien erreichen, sofort nach Papua-Neuguinea verlegt werden und keine Chance auf Anerkennung in Australien mehr bekommen. Die Flüchtlingsfrage spielt auch eine große Rolle im Wahlkampf vor den australischen Parlamentswahlen am 7. September. Auch Rudds Herausforderer, der Konservative Tony Abbott, spricht sich für schärfere Regeln im Umgang mit den Flüchtlingen aus.

Australien bezahlt Papua-Neuguinea und den winzigen Inselstaat Nauru für das Recht, dort Flüchtlingslager zu betreiben. Asylanträge werden dort bearbeitet. Flüchtlingsorganisationen sehen die australische Politik und die von Rudd verkündete Verschärfung äußerst kritisch.

Kommentare (3)

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merdique

20.08.2013, 13:37 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

21.08.2013, 12:42 Uhr

Wann das in Deutschland passiert? Oder Europa? Im Namen der Menschlichkeit hoffentlich nie.

Nachwuchs

21.08.2013, 19:34 Uhr

Flüchtlinge? Alle auf einen Botte? Nein, es sind Schleuserbezahler!! Warum weigert man sich diese Leute sofort in die Heimatländer zu schicken? Es sind Schmarotzer mit der Weigerung die Heimat auf zu bauen, bzw. Zivilcourage, wie man von den Deutschen im 3. Reich forderte. Heute sind Asylanten nur Sozialschmarotzer. syrien z.B. es gibt dort keinen Krieg ( 2 Staaten ), sondern nur Nachbarstreitigkeiten. Wo waren die "anständigen" Bürger als der Libanon überfallen wurde? Was ist mit dem Islambefehl: Tötet Andersgläubige!!

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