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08.03.2004

18:15 Uhr

Internationaler Frauentag

Frauen fordern gleiche Chancen

Die Forderung nach Chancengleichheit für Frauen hat am Montag den Internationalen Frauentag geprägt. Organisationen und Regierungen haben dabei weltweit den insgesamt schleppenden Fortschritt bei der Gleichstellung kritisiert.

HB BERLIN/GENF/MOGADISCHU. Bundesfrauenministerin Renate Schmidt (SPD) sagte, die juristische Gleichstellung der Frauen in Deutschland sei zwar erreicht, „die faktische lässt allerdings noch zu wünschen übrig“. UN-Organisationen forderten in Genf, das Leben von Frauen in Kriegszeiten zu erleichtern und ihre Würde zu schützen. Zugleich verlangten sie einen besseren Schutz von Frauen vor der Immunschwächekrankheit Aids.

Bildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sagte über die Gleichstellung von Männern und Frauen: „Es ist ein Gebot der Gerechtigkeit, aber auch der Vernunft, dass wir hier mit Sieben- Meilen-Stiefeln vorankämen.“ Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) äußerte sich kritisch über den geringen Anteil von Frauen an Spitzenpositionen im Gesundheitswesen.

Nach einer Studie der Interparlamentarischen Union (IPU) ist die durchschnittliche Zahl von Frauen in Parlamenten von 11,3 % im Jahr 2000 auf 15,2 % gestiegen. Der Gleichberechtigung am nächsten komme Ruanda. Dort seien seit der Wahl im vergangenen Jahr immerhin 48,8 % der Abgeordneten weiblich.

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