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02.07.2012

09:25 Uhr

Interview über Rockerbande

„Auflösung der Hells Angels ist ein großer Fake“

Aufgelöst ja, verschwunden nein: Auch wenn es die Hells Angels offiziell nicht mehr gibt, dürfte sich an ihren Machenschaften nicht viel ändern, glaubt Journalistin Christine Kröger. Wie es mit der Bande weitergeht.

Mitglieder der Hells Angels dürften bald wieder mit anderen Kutten auftauchen. dpa

Mitglieder der Hells Angels dürften bald wieder mit anderen Kutten auftauchen.

Welche Motive könnten hinter der Auflösung der Hells Angels in Hannover stecken?
Kröger: „Meiner Meinung nach ist das ein taktisches Manöver. Die Hells Angels wollen aus den Negativ-Schlagzeilen, aus dem Fokus der Ermittlungsbehörden und der kritischen Öffentlichkeit, um in Ruhe ihren Geschäften nachzugehen - sowohl den legalen wie den illegalen. Die Hells Angels sagen jetzt schon frank und frei "Wir bleiben Hells Angels" und, dass ihre Mitgliedschaft in dem sogenannten Club mit einer Lebenseinstellung verbunden ist, für die sie keinen Charter brauchen, was im Übrigen ihren eigenen Clubstatuten widerspricht. Von daher ist das Ganze meines Erachtens ein großer Fake.“

Und wie geht es weiter mit den Mitgliedern?

Kröger: „Ich denke, dass diese Männer weitermachen wie bisher. Die betreiben ihre Bordelle weiter, ihre Clubs und ihre Firmen im Security- und Eventbereich. BKA und Landeskriminalämter haben Hinweise, dass sie dann in einiger Zeit auch wieder Hells-Angels-Kutten tragen werden, dann aber angeblich Mitglieder ausländischer Charter sind. Und dann hätten die deutschen Ermittlungsbehörden ein Problem: Einen ausländischen Verein zu verbieten, dürfte rechtlich praktisch unmöglich sein.“

Christine Kröger, Redakteurin des Bremer "Weser-Kuriers" und Expertin für Rockerkriminalität und organisierte Kriminalität. dpa

Christine Kröger, Redakteurin des Bremer "Weser-Kuriers" und Expertin für Rockerkriminalität und organisierte Kriminalität.

Könnten die Rocker nach der Selbstauflösung also noch gefährlicher werden - oder sind die Hells Angels nun doch erstmal geschwächt?

Kröger: „Ich gehe davon aus, dass zumindest ein guter Teil von ihnen demnächst wieder in Kutte auftaucht, denn viele brauchen die Kutte ja, um furchteinflößend zu wirken und zu signalisieren: "Ich habe diesen Club hinter mir, und wenn du nicht spurst, dann kriegst du ein Problem - und zwar nicht nur mit mir." Ich denke, gerade das Standing des Ex-Hannover-Chefs Frank Hanebuth und des engen Zirkels um ihn herum ist aber stark genug, die brauchen die Kutte gar nicht mehr. Insgesamt gehe ich daher nicht von einer Schwächung aus.“

Von

dpa

Kommentare (5)

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Willi

03.07.2012, 17:43 Uhr

Oh, die Menschen sind ja noch da, um Himmels willen. Ja sollen sie denn auch noch auswandern? Und was ist bitte an den in dem Artikel genannten Geschäften illegal?

maike

03.07.2012, 18:07 Uhr

selten so ein mist gelesen.. ne stimmt gar ned ..in letzter zeit nur son rotz gelesen... von sogenannten experten ..lach..eine lebenseinstellung kann man ned verbieten.und ja.. sollen sie jetzt ihre jobs aufgeben und hartz 4 beantragen .. könnt kotzen bei sooo vielll professionalität und hintergrundwissen von möchtegern reportern

Werner

03.07.2012, 18:12 Uhr

Ja Ja die Frau Kröger mal wieder...von Nix nee Ahnung,aber davon sehr viel !!!

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