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21.11.2013

09:39 Uhr

IRA

Großbritannien soll Killereinheit unterhalten haben

Die BBC will ungeheure Details über den Anti-Terror-Kampf der britischen Regierung bis in die 70er Jahre veröffentlichen. Eine Spezialeinheit soll gegen Gesetze verstoßen haben, um potenzielle Terroristen zu bekämpfen.

Die Kämpfer der IRA werden auch heute noch in öffentlichen Darstellungen als der Inbegriff von Leid und Terror dargestellt. Nun stehen Vorwürfe im Raum, dass sich die britische Regierung im Kampf gegen den Terror teils nicht an die eigenen Gesetze gehalten haben soll. ap

Die Kämpfer der IRA werden auch heute noch in öffentlichen Darstellungen als der Inbegriff von Leid und Terror dargestellt. Nun stehen Vorwürfe im Raum, dass sich die britische Regierung im Kampf gegen den Terror teils nicht an die eigenen Gesetze gehalten haben soll.

LondonGroßbritannien hat im Nordirland-Konflikt nach Berichten von Zeugen eine geheime Killereinheit eingesetzt, um mutmaßliche Kämpfer der irischen Untergrundorganisation IRA zu eliminieren. Die Spezialtruppe unter der Bezeichnung Military Reaction Force (MRF) sei im Westen der nordirischen Hauptstadt Belfast aktiv gewesen, berichteten frühere Mitglieder des Kommandos der BBC-Sendung Panorama, die am Donnerstagabend ausgestrahlt wird. Die Truppe habe sich außerhalb des Gesetzes bewegt.

Die Spezialkräfte seien in Zivilkleidung in den Katholikenvierteln Belfasts tätig gewesen. Sie hätten Personen unschädlich machen sollen, die im Verdacht standen, Mitglieder der IRA zu sein. „Wenn sie Schüsse brauchten, wurde auf sie geschossen“, sagte einer der Zeugen. Das britische Gesetz sieht vor, dass Militärangehörige lediglich dann zur Waffe greifen dürfen, wenn unmittelbare Gefahr für das eigene Leben besteht.

Schottland will unabhängig werden - warum?

Wirtschaft

Vor den Küsten Schottlands lagert der weitaus überwiegende Teil des britischen Nordseeöls. Aus Förderung und Verarbeitung entstehen Milliarden an Steuereinnahmen, die jetzt nach London fließen. Nur ein Teil davon fließt wieder nach Schottland zurück. Schon in den 1970er Jahren hatte es eine Kampagne gegeben unter dem Motto: „It's Scotlands Oil“.

Soziales

Die Schotten gewähren ihren Bürgern weitaus mehr soziale Leistungen als die Engländer. So sind Zuzahlungen im Gesundheitssystem geringer und Studiengebühren gibt es nicht für Einheimische. Innerhalb Großbritanniens stehen sie dafür als „Subventions-Junkies“ in der Kritik.

Verteidigung

Die Schotten fühlen sich von den Engländern in Sachen Verteidigung unfair behandelt. Die ungeliebten britischen Atom-U-Boote mit teils nuklearer Bewaffnung sind in Schottland stationiert. Für viele Schotten ein unnötiges Sicherheitsrisiko. Auch die britische Beteiligung an Kriegen wie im Irak und in Afghanistan lehnen sie ab.

Nationalstolz

Viele der fünf Millionen Schotten fühlen sich nicht als Briten. Sie haben eigene Nationalmannschaften, etwa im Fußball oder im Rugby. Sie haben eine eigene Flagge und spielen „Scotland the Brave“ oder „Flower of Scotland“ wie ihre Nationalhymne.

Internationale Politik

Der schottischen Regierungspartei SNP schmeckt die Haltung Großbritanniens innerhalb der EU nicht. „Wir wären ein konstruktiver Partner in Europa“, hatte Ministerpräsident Alex Salmond schon gesagt, als die Regierung in Westminster auf Konfrontationskurs zu Europa gegangen war.

„Wenn man es mit jemanden zu tun hat, der ein bekannter Schütze ist, der eine Menge Morde auf seinem Konto hat, dann muss man ihn aus dem Verkehr ziehen“, sagte einer der drei Männer, die anonym aussagten. Teilweise sei auch auf Menschen geschossen worden, bei denen nicht klar gewesen sei, ob sie eine Waffe trugen. Nach BBC-Recherchen wurden in 18 Monaten mindestens zehn Unbewaffnete von den Spezialkräften getötet, ehe das Kommando 1973 aufgelöst wurde.

Von

dpa

Kommentare (1)

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pro-d

21.11.2013, 10:15 Uhr

[...]

Alles was sie haben, ist geklaut. Selbst die Kronjuwelen sind geraubt.

Und jetzt wo sie selbst mal arbeiten sollen, kollabiert ihre Wirtschaft. Was noch klappt, das ist das Finanzsystem. Aber offensichtlich gehört selbst das der CITY und die ist bekanntlich nicht England, sondern autark.
[...] Denn wenn es irgendwo einen Krieg gibt, sind die immer dabei. Allerdings wissen sie auch, wann das Schiff untergeht Syrien /USA.

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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