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12.08.2015

12:32 Uhr

Iris Berben wird 65

Ulknudel, Sexbombe, Charakterkopf

Kaum eine Schauspielerin ist so wandlungsfähig wie Iris Berben. Doch ihren Namen setzt sie nicht nur im Show-Geschäft ein. Am Mittwoch feiert sie ihren 65. Geburtstag und bleibt auch heute noch eine Ausnahmeerscheinung.

Ulknudel, Sexbombe, Charakterkopf – die Schauspielerin feiert am Mittwoch ihren 65. Geburtstag. dpa

Iris Berben

Ulknudel, Sexbombe, Charakterkopf – die Schauspielerin feiert am Mittwoch ihren 65. Geburtstag.

BerlinUlknudel, Sexbombe, Charakterkopf – kaum eine Schauspielerin in Deutschland trägt so vielen Etiketten wie Iris Berben. Ob Vietnam oder Südafrika, als Bertha Krupp, Cosima Wagner oder wie demnächst als Schlittschuh laufende Kanzlerin – für Film und Fernsehen ist Berben um den Globus gereist und in Dutzende Rollen geschlüpft.

Ihre Ausstrahlung trug sie mit Tipps für Frauen zu Markte, für Erotik-Magazine ließ sie sich fotografieren. Berben, die am Mittwoch (12. August) 65 Jahre alt wird, hat für deutsche Verhältnisse eine ungewöhnliche Karriere.

Bei einer Interviewrunde in Berlin zu ihrem neuen Fernsehfilm „Die Eisläuferin“ (16. September, 20.15 Uhr in der ARD), lässt sich Berben auch nach drei Stunden nicht aus der Ruhe bringen. Sie antwortet geduldig jede Frage, vermittelt das Gefühl absoluter Teilnahme, lässt sich Zeit mit den Antworten. Berben ist alles andere als eine Diva.

Iris Berben: ihre besten Zitate

Über ihr Alter

„Andere machen sich effektiv mehr Gedanken über mein Alter als ich.“

Bunte, 28.7.2005

Quelle: bild.de

Über Männer

„Mit den Jahren wird man ja auch mit sich selbst lässiger. Sogar über ein paar merkwürdige Liebhaber, die ich im Laufe meines Lebens an der Backe hatte, denke ich heute: Huch, was ist dir denn da passiert? Na gut – hatte ich halt ein großes Herz.“
Max, 27.3.2002

Über Schönheitsoperationen

„Die Vermarktung von Schönheitsoperationen im Fernsehen ist zutiefst unanständig.“
Focus, 27.12.2004

Über sich selbst

„Sexy? Erotisch? Ich möchte nur Mensch sein – das ist schon schwer genug.“
BILD am SONNTAG, 6.1.2002

Über den Vater ihres Kindes

„Es war damals die Abmachung zwischen dem Vater meines Sohnes und mir, dass ich seinen Namen nicht bekannt gebe. Es muss zwischen zwei Menschen möglich sein, eine solche Abmachung einzugehen und sich daran zu halten.“
B.Z., 28.10.2012

Über Geld

„Meine Gagen verhandelt seit Jahrzehnten mein früherer Lebenspartner Gabriel Lewy. Wir haben 32 Jahre zusammengelebt und nie über Geld gestritten.“
FAZ, 6.10.2013

Über Aberglaube

„Abergläubisch? Ich habe etwas Schlangenhaut in meinem Portemonnaie, denn es heißt: Wer Schlangen hat, dem geht das Geld nie aus.“
Focus, 17.11.2014

Über ihre Komplexe

„Ich habe kein Abitur und habe lange unter diesem Minderwertigkeitskomplex gelitten.“
Zeit Magazin, 23.10.2008

Über den Holocaust

„Ich engagiere mich seit mehr als dreißig Jahren gegen das Vergessen des Holocaust, weil ich mich schäme. Aber das sage ich nicht gern in meinen Lesungen. Denn dann kommen immer alle und sagen: Ich will mich nicht schämen, und ich schäme mich auch nicht.Scham kann man nicht verordnen.“
FAZ, 21.10.2012

Über Menschlichkeit

„Menschlichkeit begegnet mir vor allem in Kenia, abseits der Luxusoasen.“
Bunte, 19.2.2009

Auch als sich ihr Hund, der 14-jährige Jack-Russell-Rüde Paul, gefährlich in einem Balkongitter verfängt, bleibt Berben cool. „Der sucht nur Aufmerksamkeit.“ Den „wiedergeborenen Buster Keaton“ hat sie ihren Vierbeiner einmal genannt.

Von der Comedy-Serie „Sketchup“, die mittlerweile Kult ist, bis zu den Manns – Berbens Karriere führt durch das deutsche Showgeschäft der vergangenen Jahrzehnte. Sie startete als Schauspielerin im Avantgarde-Kino Ende der 1960er. Mehr als 100 Filme hat die Tochter eines Gastronomen-Ehepaars aus Detmold gedreht, einen Bambi, den Grimme-Preis und ein Bundesverdienstkreuz bekommen.

Dreimal flog sie von der Schule, schmiss das Abitur, dann entdeckte sie ihre Berufung und suchte als Schauspielschülerin in Hamburg den Kontakt zur Kunst- und Filmszene. Mit 18 debütierte sie in Rudolf Thomes „Detektive“, später folgten weitere Filmrollen, darunter in Sergio Corbuccis Italo-Western „Lasst uns töten, Compañeros!“.

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