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29.08.2012

05:28 Uhr

"Isaac"

Hurrikan trifft in Lousiana auf Land

Nach Einschätzung der US-Behörden hat sich nun der Sturm „Isaac“ zum Hurrikan aufgebaut. „Isaac“ hat jetzt den Südosten des Staates Lousiana erreicht. New Orleans rüstet sich für die Ankunft.

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Sturm "Isaac" legt öffentliches Leben lahm

Video: Sturm "Isaac" legt öffentliches Leben lahm

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Bangalore/WashingtonDer Hurrikan „Isaac“ ist in den USA erstmals auf Land gestoßen. Der Sturm habe mit Windgeschwindigkeiten von rund 130 Stundenkilometern die Küste im Südosten des Staates Louisiana erreicht, teilte der US-Wetterdienst am Dienstagabend (Ortszeit) mit.

Er bewege sich mit rund 13 Stundenkilometern auf die Metropole New Orleans zu, von der er noch rund 150 Kilometer entfernt sei. „Isaac“ wird weiter in der niedrigsten von fünf Stärke-Kategorien für Hurrikane eingestuft. Seine Ausläufer führten am Abend in einigen Regionen schon zu heftigen Regenfällen und Böen. Laut dem TV-Sender CNN sind rund 100 000 Menschen ohne Strom.

In einer Sturmwarnung am Dienstag hieß es, entlang der Golfküste seien starke Winde und ein gefährlicher Wasseranstieg zu erwarten. Die Straßen von New Orleans waren wie ausgestorben. Viele Einwohner hatten die Fenster ihrer Häuser verrammelt und Lebensmittel gehortet. Rund 130.000 Menschen hatten mit Stand 02.30 Uhr MESZ keinen Strom mehr, wie der örtliche Energieversorger mitteilte. Laut Bürgermeister Mitch Landrieu könnten bis zu 40 Zentimeter Niederschlag fallen. Am Flughafen von New Orleans wurden alle für Dienstag und Mittwoch geplanten Flüge gestrichen.

Über dem warmen Golf von Mexiko tankte er am Dienstag auf und erreichte Windgeschwindigkeiten von etwa 120 Stundenkilometern. An diesem Mittwoch ist es sieben Jahre her, dass Hurrikan „Katrina“ New Orleans unter Wasser setzte und 1800 Menschen tötete.

"Isaac" ist allerdings deutlich schwächer als Hurrikan "Katrina", der als Sturm der Kategorie 5 mit Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometern pro Stunde eingestuft wurde.

Obama: Wirbelsturm „Isaac” ernstnehmen

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Präsident Obama rief die Bevölkerung eindringlich auf, „Isaac“ nicht zu unterschätzen. Die Menschen sollten den Anweisungen der Behörden folgen. „Wir haben es mit einem großen Sturm zu tun“, sagte er in Washington. Er wies darauf hin, dass seine Regierung Hilfe für die bedrohten Gebiete zur Verfügung gestellt habe und weitere Unterstützung folgen werde.

Wie zuvor für Louisiana, unterzeichnete Obama am Dienstag auch eine Notstandserklärung für Mississippi, dank der Bundeshilfen schon bei den Vorbereitungen auf den Sturm rasch in den Staat fließen können. Nach „Katrina“ waren Washingtoner und auch lokale Behörden für Missmanagement kritisiert worden.

Obwohl „Katrina“ bei ihrem Aufprall am 29. August 2005 als Hurrikan der Stärke 3 deutlich stärker war als es wohl „Isaac“ mit zunächst Stärke 1 sein sollte, bereiteten sich alle intensiv auf den Sturm vor.

In den Staaten Louisiana und Mississippi, die neben Alabama auf der Route von „Isaac“ lagen, ließen die Behörden niedrig gelegene Küstenstriche evakuieren. Die meisten Flughäfen schlossen, Einwohner deckten sich mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Gütern ein. In Gulfport - mit etwa 70 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Staates Mississippi - wurde eine Ausgangssperre verhängt.

In New Orleans sei an vielen Tankstellen das Benzin ausverkauft, hieß es in Medienberichten. Vielerorts verbarrikadierten Einwohner ihre Fenster mit Brettern. Im Gegensatz zu 2005 sei New Orleans aber gut gewappnet, betonte Bürgermeister Mitch Landrieu: „Dieser Sturm bringt uns nichts, was wir nicht in den Griff bekommen könnten.“ Schließlich seien seit „Katrina“ rund zehn Milliarden Dollar (fast acht Milliarden Euro) ins Deich- und Pumpsystem investiert worden. Er ordnete die Schließung der knapp acht Meter hohen Fluttore an.

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