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25.11.2016

12:46 Uhr

Island

Regierung kämpft um „Iceland“-Namensrechte

Island zieht gegen die Supermarktkette „Iceland Foods“ vor Gericht. Das Unternehmen besitzt die englischen Namensrechte und geht immer wieder gegen isländische Konkurrenten vor. Die isländische Regierung will das ändern.

Die britische Supermarktkette „Iceland Foods“ wird von der isländischen Regierung verklagt. Das Unternehmen, dass die Namensrechte am englischen Begriff „Iceland“ besitzt, geht immer wieder gegen isländische Firmen vor, die den Begriff ebenfalls verwenden. Für die isländische Regierung stellt dies eine „unhaltbare Situation“ dar. Eine isländisches Unternehmen solle in der Lage sein, den Landesnamen frei zu verwenden. AP

Streit um Namensrechte

Die britische Supermarktkette „Iceland Foods“ wird von der isländischen Regierung verklagt. Das Unternehmen, dass die Namensrechte am englischen Begriff „Iceland“ besitzt, geht immer wieder gegen isländische Firmen vor, die den Begriff ebenfalls verwenden. Für die isländische Regierung stellt dies eine „unhaltbare Situation“ dar. Eine isländisches Unternehmen solle in der Lage sein, den Landesnamen frei zu verwenden.

ReykjavikDie isländische Regierung klagt gegen die britische Supermarktkette Iceland Foods, die die Markenrechte am Landesnamen auf Englisch besitzt. Das Unternehmen gehe „aggressiv“ gegen isländische Firmen vor, die das Wort „Iceland“ in Produktnamen oder -beschreibungen verwenden, erläuterte das Außenministerium am Donnerstag. Deshalb sei nun das Amt der Europäischen Union für Geistiges Eigentum angerufen worden. Es soll die Markeneintragung rückgängig machen.

Was Sie noch nicht über Island wussten

Ein Zahnarzt als Nationaltrainer

Wer sich an die Fußball-EM in Frankreich erinnert, erinnert sich auch an das „Hu!“ – das Jubelritual der Isländer, die völlig überraschend England schlugen und bei ihrer ersten EM erst im Viertelfinale ausschieden. Nach dem Abschied von Erfolgscoach Lars Lagerbäck trainiert Heimir Hallgrímsson die Nationalelf. Dass der eigentlich Zahnarzt ist, hilft ihm auch im Trainerjob, meint er: „Dadurch habe ich gelernt, dass man sich unterschiedlichen Menschen ganz unterschiedlich nähern muss.“

Friedliche Wikinger

Zwar blitzt bei den Isländern manchmal noch das Wikinger-Temperament durch. Das beschränkt sich aber auf das Parlament oder den Fußballplatz. An die Gurgel gehen sich die Inselbewohner so gut wie gar nicht: Im Jahr wird hier durchschnittlich ein Mord verübt.

Kein Zurück für Islandpferde

Berühmt ist die Insel unter anderem für ihre Islandpferde, die auch im Ausland als Zuchttiere sehr beliebt sind. Hat eins der pummeligen Pferde einmal Island verlassen, darf es nie wieder in seine Heimat zurückkehren. Deshalb gehören die Tiere zu den reinsten gezüchteten Pferderassen überhaupt.

Weit und breit kein Wald

In Island gibt es einen beliebten Scherz: Wenn du nicht mehr aus dem Wald herausfindest – dann steh auf! Ganz baumlos ist die Insel zwar nicht. Tatsächlich ist aber seit der Wikingerzeit nur noch ein winziger Teil Islands von Wald bedeckt. Die Vorfahren der Isländer rodeten die meisten Bäume, um das Holz zum Bauen und als Brennholz zu nutzen – und Schafe sorgten dafür, dass nur wenig nachwuchs.

Iceland Foods hatte den Ministeriumsangaben zufolge schon mehrfach Erfolg mit Klagen gegen isländische Firmen. Dabei sei es zum Teil um Produkte und Dienstleistungen gegangen, die für die britische Kette gar keine Konkurrenz darstellten, kritisierte das Außenministerium. Die eingetragenen und europaweit geltenden Markenrechte seien „ungewöhnlich breit gefasst und unscharf definiert“.

„Diese unhaltbare Situation hat isländischen Unternehmen geschadet, insbesondere kleinen und wachsenden Firmen“, erklärte das Außenministerium. „Ein in Island oder von einer isländischen Firma hergestelltes Produkt sollte in der Lage sein, den Landesnamen für seine Präsentation zu benutzen.“

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Iceland Foods mit Hauptsitz in Wales war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Das isländische Außenministerium erklärte, es sei versucht worden, eine Einigung mit der Firma zu erzielen. Da dies keinen Erfolg gehabt habe, werde nun der Rechtsweg beschritten.

Von

afp

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