Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.12.2013

14:41 Uhr

Solchen Schneefall gab es hier seit Jahrhunderten nicht mehr – die israelische Hauptstadt Jerusalem ist von einer dicken Schneedecke bedeckt, im Land insgesamt ist die Lage vieler Menschen kritisch. dpa

Solchen Schneefall gab es hier seit Jahrhunderten nicht mehr – die israelische Hauptstadt Jerusalem ist von einer dicken Schneedecke bedeckt, im Land insgesamt ist die Lage vieler Menschen kritisch.

JerusalemDer heftigste Wintereinbruch seit Jahrzehnten sorgt im Nahen Osten weiter für Chaos. In Israel kamen bei eisigen Temperaturen und heftigen Schnee- und Regenfällen mindestens zwei Menschen ums Leben, am Samstag waren immer noch 29.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. Im Gazastreifen mussten tausende Menschen mit Booten aus überfluteten Häusern gerettet werden.

In Rischon LeZion starb nach Polizeiangaben ein 36-Jähriger, als er versuchte, ein Loch in seinem Dach zu flicken.

Wie die israelische Polizei mitteilte, waren 45 Städte und Dörfer im Norden des Landes wegen der Schneemassen weiter vom Verkehr abgeschnitten. Über Nacht seien 200 Autofahrer von verschneiten Straßen geborgen worden.

In Jerusalem hatte der Schnee den Verkehr schon am Freitag weitgehend lahm gelegt. Obwohl am Samstag die meisten Straßen geräumt waren, riefen die Behörden die Menschen auf, lieber zu Hause zu bleiben. Wie der Stromversorger IEC mitteilte, waren allein in Jerusalem 13.000 Haushalte ohne Strom. Die beiden Autobahnen, die in die fast 800 Meter hoch gelegene Hauptstadt führen, waren weiterhin unpassierbar. Obwohl am Sabbat sonst keine Züge fahren, setzten die Behörden zwei Züge nach Tel Aviv und Haifa ein.

Auch das palästinensische Westjordanland und die Städte Ramallah und Bethlehem lagen unter einer weißen Schneedecke. Viele Straßen waren gesperrt und zahlreiche Haushalte hatten nach Angaben eines AFP-Korrespondenten schon seit 48 Stunden keinen Strom mehr. Nach Angaben von Meteorologen war es der stärkste Schneefall in der Region seit 1879. Im Laufe des Tages sollte der Schneefall jedoch nachlassen und Tauwetter einsetzen.

Der Gazastreifen glich am Samstag „einem Katastrophengebiet“, wie das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) mitteilte. Überall sei „Wasser, so weit das Auge reicht“. 4.000 UN-Helfer kämpften gegen die Wassermassen und brachten hunderte Familien in Sicherheit. Sicherheitskräfte der regierenden Hamas holten mit Booten mehrere tausend Menschen aus überfluteten Häusern.

Im israelischen Flachland und an der Mittelmeerküste fiel zwar kein Schnee, dort führten jedoch heftige Regenfälle zu Überschwemmungen. Die Verbindungsstraße nach Tel Aviv musste vorübergehend gesperrt werden, weil ein angrenzender Fluss über die Ufer getreten war.

Auch in Jordanien waren zahlreiche Straßen gesperrt. Am Flughafen der Hauptstadt Amman fielen zahlreiche Flüge aus oder hatten Verspätung. Fast 2.800 Menschen mussten von den Behörden aus eingeschneiten oder überfluteten Autos und Häusern gerettet werden.

Von

afp

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

r-tiroch@t-online.de

15.12.2013, 16:16 Uhr

das Ende sollte doch sein, wenn Schnee in den Wüsten liegt. vielleicht ist es ja bald soweit.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×