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01.02.2005

16:00 Uhr

Jahresrückblick

Das war der Februar 2005

Der Bush-Besuch in Deutschland, der Einlieferung von Papst Johannes Paul II. ins Krankenhaus, die Krisen in Togo und im Libanon, die Vorwürfe gegen Joschka Fischer, das Kyoto-Protokoll sowie die Machtverschiebung in Schleswig-Holstein standen im Mittelpunkt.

Der Helm eines Bauarbeiters liegt auf einer Baustelle der Walter Bau AG in Frankfurt. Foto: dpa

Der Helm eines Bauarbeiters liegt auf einer Baustelle der Walter Bau AG in Frankfurt. Foto: dpa

1. Februar 2005

In Deutschland beginnt der Vorverkauf für die Fußballweltmeisterschaft 2006. Nur etwa jede dritte der 3,37 Millionen Eintrittskarten geht in den freien Verkauf. Bereits am ersten Tag werden mehr als 500 000 Karten bestellt.

Die wochenlangen Bemühungen zur Rettung der Walter Bau AG mit ihren 10 000 Arbeitsplätzen sind gescheitert. Der drittgrößte deutsche Baukonzern meldet Insolvenz an. 10 000 Beschäftigte bangen um ihre Arbeitsplätze. Wesentliche Teile mit rund 4100 Beschäftigten werden vom österreichischen Strabag-Konzern übernommen.

Der nepalesische König Gyanendra entlässt das Kabinett, ruft den Notstand aus und übernimmt selbst die Regierungsgeschäfte. Zugleich kündigte er eine Beilegung des Konflikts mit den maoistischen Rebellen an, die seit 1996 für die Abschaffung der Monarchie kämpfen.

Papst Johannes Paul II. wird wegen einer Grippe im Krankenhaus behandelt.

Anderl Heckmair, Erstbesteiger der Eiger-Nordwand, stirbt mit 98 Jahren in Oberstdorf.

2. Februar 2005

Bundespräsident Horst Köhler kündigt bei seinem ersten offiziellen Israel-Besuch vor der Knesset ein konsequentes Vorgehen gegen Antisemitismus in Deutschland an. "Die Verantwortung für die Shoa ist Teil der deutschen Identität", sagt Köhler. Die Rede wird in der israelischen Öffentlichkeit überwiegend positiv aufgenommen.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland steigt erstmals auf mehr als fünf Millionen. Die Zahl von 5,037 Millionen Erwerbslosen im Januar entspricht einer Arbeitslosenquote von 12,1 Prozent.

Bei einer bundesweiten Großrazzia werden die Wohnungen von 24 Personen durchsucht, die als Geldgeber für islamische Extremisten verdächtigt werden.

Die Ermittlungen in der Bundesliga-Affäre weiten sich auf 25 Verdächtige aus. Dabei geht es um das Delikt des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs.

US-Präsident George W. Bush wirft in seiner Rede zur Lage der Nation dem Iran und Syrien vor, Terroristen zu unterstützen und Massenvernichtungswaffen anzustreben. In der Innenpolitik kündigte er eine Sanierung der Sozialversicherung an.

Max Schmeling, deutscher Boxweltmeister, stirbt im Alter von 99 Jahren in Hollenstedt.

3. Februar 2005

Der georgische Ministerpräsident Surab Schwania wird tot aufgefunden. Sein bisheriger Stellvertreter David Baramidse wird mit der Führung der Regierungsgeschäfte beauftragt.

Ein afghanisches Passagierflugzeug stürzt östlich von Kabul ab, nachdem es wegen eines Schneesturms nicht in Kabul landen konnte. Alle 104 Menschen an Bord kommen ums Leben.

Trotz der höchsten Gewinne seit vier Jahren - 4,1 Milliarden Euro vor Steuern in 2004 - kündigt die Deutsche Bank den Abbau von 6400 Stellen an, um die Profite noch weiter zu steigern. Aus Politik und Gewerkschaften hagelt es heftige Kritik. Bankchef Josef Ackermann verweist auf profitable internationale Wettbewerber.

4. Februar 2005

Die neue US-Außenministerin Condoleezza Rice besucht Berlin. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Lage im Irak und der Atomkonflikt mit dem Iran.

In Bagdad wird die italienische Journalistin Giuliana Sgrena entführt.

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