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01.01.2005

12:00 Uhr

Jahresrückblick

Das war der Januar 2005

Trauer um die Opfer der Tsunami-Katastrophe, der Start von Hartz IV und Lkw-Maut, der Friedensvertrag für den Sudan, die Ermordung des Modemachers Moshammer und die Premiere für den Airbus A380 standen im Mittelpunkt.

Eine zerstörte Urlaubsanlage in Thailand nach dem Tsunami vom 26. Dezember 2004. Foto: dpa dpa

Eine zerstörte Urlaubsanlage in Thailand nach dem Tsunami vom 26. Dezember 2004. Foto: dpa

1. Januar 2005

Trauer über den Tod von 178 000 Menschen nach dem Seebeben vom 26.12.2004 dämpft in aller Welt die Feiern zum Jahreswechsel. Die internationale Staatengemeinschaft sagt den elf betroffenen Ländern - vor allem Indonesien, Sri Lanka, Indien und Thailand - 1,5 Milliarden Euro an Unterstützung zu.

Mit 16 Monaten Verspätung geht das satellitengestützte Lkw-Mautsystem auf deutschen Autobahnen ohne Probleme in Betrieb. Bereits am ersten Tag werden so mehr als eine Million Euro an Gebühren eingenommen. Für Lastwagen mit einem Gewicht von mehr als zwölf Tonnen werden pro Kilometer durchschnittlich 12,4 Cent Mautgebühr fällig. Auch im späteren Jahresverlauf gibt es keine technischen Schwierigkeiten. Allerdings klagen Gemeinden darüber, dass Lastwagen zum Teil massiv auf kostenfreie Landstraßen ausweichen. Trotz der elektronischen Kontrollen gibt es zudem die ersten "Mautpreller". Eine Lösung bei den Milliarden-Forderungen an das Betreiber-Konsortium Toll Collect wegen der monatelangen Verzögerung gibt es zum Jahresende noch nicht.

2. Januar 2005

Die offiziell bestätigte Zahl der bei der Flutkatastrophe ums Leben gekommenen Deutschen steigt auf 60. Mehr als 1000 deutsche Urlauber werden noch vermisst.

Im Irak beginnt das neue Jahr so blutig, wie 2004 zu Ende ging. Bei der Explosion einer Autobombe nördlich von Bagdad werden 18 Soldaten der irakischen Nationalgarde und ein Passant getötet.

Bei der Präsidentenwahl in Kroatien erhält Amtsinhaber Stipe Mesic mit einem Anteil von 48,9 Prozent die meisten Stimmen, muss aber in einer Stichwahl gegen Familienministerin Jadranka Kosor antreten, die auf 20,3 Prozent kommt.

3. Januar 2005

Unter dem Stichwort Hartz IV beginnt in Deutschland die größte Arbeitsmarktreform der Nachkriegszeit. Dabei wurden die bisherige Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe zum Arbeitlosengeld II zusammengelegt. Arbeitsagenturen sollen den Betroffenen neue Stellen vermitteln. Wegen einer Computerpanne erhielten 300 Arbeitslose ihre Unterstützung als Barzahlung.

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist 2004 auf den niedrigsten Stand seit 1989 zurückgegangen. Nach einer AP-Umfrage verloren mindestens 1.344 Menschen nach dem Konsum illegaler Drogen ihr Leben.

Bei Selbstmordanschlägen im Irak kommen erneut mindestens 16 Menschen ums Leben. Die Welle von Anschlägen richtet sich offenbar gegen die für den 30. Januar geplante Wahl einer Nationalversammlung.

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