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03.12.2011

12:32 Uhr

Jahrestag

Fans trauern um Eisbär Knut

Als Eisbär Knut plötzlich starb, trauerten seine Fans weltweit. Im Berliner Zoo erinnern sie an Deutschlands wohl berühmtesten Eisbären, der heute fünf Jahre alt geworden wäre.

Knut sagt Auf Wiedersehen: Der Eisbär soll zum Denkmal werden. dpa

Knut sagt Auf Wiedersehen: Der Eisbär soll zum Denkmal werden.

BerlinEine internationale Fan-Gemeinde hat am Samstag im Berliner Zoo gemeinsam um Eisbär Knut getrauert, der im März überraschend gestorben war. Etwa 150 Menschen kamen am Bärenfelsen zusammen, legten sogar Blumen und Kränze nieder und entzündeten Kerzen. Bis zum Montag, an dem sich der Geburtstag des Eisbären zum fünften Mal jährt, wurden nach Angaben von Fan-Vereinen mehr als tausend Knut-Fans aus ganz Deutschland und zwölf Ländern Europas in Berlin erwartet. 

Knut war zu Lebzeiten von mehr als elf Millionen Menschen besucht worden. Die Geburtstagspartys für ihn waren beliebt, sie wurden mit viel Spielzeug für den Bären und mit einer Fisch-Eisbombe zelebriert. Auch dieses Jahr brachten die Fans Fische, Obst, Gemüse und Croissants mit. Diesmal bekamen Knuts frühere Partnerinnen Tosca, Nancy und Katjuscha die Geschenke. Zum Spielen erhielten die drei Bärinnen auch Tannenbäume. 

Zoo-Biologe und Bären-Betreuer Heiner Klös begrüßte viele Knut-Fans persönlich. „Es hat sich dank Knut doch eine richtige Gemeinschaft gebildet, Freundschaften über Grenzen hinweg sind entstanden. Das wird auch noch viele Jahre so anhalten“, sagte Klös der Nachrichtenagentur dpa. Die Resonanz sei ungebrochen und zeige, „dass die Rolle von Knut als Botschafter seiner bedrohten Tierart weltweit wahrgenommen wird“. 

Die Stimmung unter den Fans war gedrückt. „Wir sind sehr traurig“, sagte Bibliothekar Frans van der Kolff aus dem niederländischen Apeldoorn. „Aber wir werden uns bald auch die schönen Geschichten aus dem Leben von Knut erzählen“, sagte der Mann, der schon zum zehnten Mal wegen Knut nach Berlin gereist war. 

Der Eisbär, der im März nach einem epileptischen Anfall ins Bassin gestürzt war und ertrank, war von dem 2008 gestorbenen Tierpfleger Thomas Dörflein mit der Hand aufgezogen worden. Er wurde rasch zum Publikumsliebling und durch Medienberichte in der ganzen Welt bekannt.

Von

dpa

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