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31.12.2014

22:00 Uhr

Jahreswechsel im Golfemirat

Dubai feiert Silvester der Superlative

Der Jahreswechsel nach christlichem Kalender spielt im arabischen Raum zwar keine große Rolle, das Golfemirat Dubai protzt trotzdem auch in diesem Jahr wieder - nicht nur mit einem Feuerwerk.

Feuerwerk am Hochhaus: Die Silvesterfeier am 1. Januar 2015 in Dubai soll erneut Rekorde brechen. AFP

Feuerwerk am Hochhaus: Die Silvesterfeier am 1. Januar 2015 in Dubai soll erneut Rekorde brechen.

DubaiIn der Glitzermetropole Dubai beginnt das neue Jahr traditionell mit einem Weltrekord. Nachdem im Vorjahr bereits das größte Feuerwerk aller Zeiten abgebrannt wurde, integrierten die Scheichs am Golf dieses Jahr die größte Videoleinwand in ihr Silvester-Spektakel.

An der Fassade des höchsten Gebäudes der Welt angebracht - dem 828 Meter hohen Burj Khalifa - zeigte die Wand zu Beginn des Feuerwerks einen Countdown und die Porträts der Scheichs der sieben Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Um 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit begann dann das Jahr 2015.

Laut der emiratischen Immobilienfirma Emaar, die das Spektakel ausrichtete, besteht die Leinwand aus 70 000 einzelnen Videopanels und ist knapp 32 500 Quadratmeter groß - mehr als vier Fußballfelder. Mithilfe der Videowand und dem begleitenden Feuerwerk wurden in der knapp zwölfminütigen Choreographie arabische Kalligrafien und Wüstenblumen in den Nachthimmel gezaubert.

Tausende Menschen säumten die Uferpromenaden von Dubai. Der Jahreswechsel nach christlichem Kalender spielt im arabischen Raum eigentlich allerdings keine große Rolle.

Fakten zu Dubai

Die Stadt

Dubai ist die größte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) am Persischen Golf und die Hauptstadt des Emirats Dubai.

Die Einwohner

Dubai hat rund 2,2 Millionen Einwohner. Rund 85 Prozent der Bevölkerung des Emirates lebt demnach in der Stadt.

Die Wolkenkratzer

Dubai hat sechs Wolkenkratzer, die höher als 300 Meter sind. Außerdem steht in Dubai mit dem Burji Kalifa das höchste Gebäude der Welt. Vom Boden bis zur Spitze misst das Gebäude rund 828 Meter. Bei guter Sicht kann man den Burji Kalifa noch in einer Entfernung von 95 Kilometern sehen.

Das Wetter

Die Durchschnittstemperatur in Dubai beträgt 27,2 Grad Celsius. Der jährliche Niederschlag beträgt 94 Millimeter pro Jahr, wobei von Juni bis Oktober in der Regel kein Regen in Dubai fällt. Innerhalb eines Jahres gibt es nur sieben Regentage. Insgesamt scheint in Dubai pro Tag knapp zehn Stunden die Sonne.

Die Baukräne

Das schnelle Wachstum von Dubais Immobilienmarkt hat zur Folge, dass sich jeder vierte Baukran der Welt in Dubai befindet.

Die Palmeninsel

Dubais Palmeninsel erforderte beim Bau riesige Sandmassen. Insgesamt wurden 94 Kubikmeter Sand aufgeschüttet. Mit dieser Masse könnte man das Empire State Building rund 2,5 Mal bis zum Dach mit Sand befüllen.

Die Polizei

Auch die Polizei zeigt was sie hat. In Dubai jagen die Beamten Verbrecher mit Supersportwagen. Im Fuhrpark der Polizei stehen neben einem Ferrari FF (Preis: 500.000 Dollar) und einem Lamborghini Aventador (397.000 Dollar) auch ein Aston Martin One-77 (Preis: knapp 1,8 Millionen Dollar).

Der Ramadan

Die extreme Höhe von 828 Metern des Burji Kalifa hat besondere Auswirkungen für Muslime. Denn wer auf dem 150. Stock residiert, muss während des Ramadans länger fasten. Der Grund: Im letzten bewohnbaren Stock des Burj Khalifa ist die Sonne deutlich länger zu sehen, als am Boden.

Die Milliardäre

Die vier reichsten Menschen in Dubai (Abdul Aziz Al Ghurair, Majid Al Futtaim, Khalaf Al Habtoor, and Abdulla Al Futtaim) kommen zusammen auf ein Vermögen von etwa 18,7 Milliarden Euro. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Honduras.

Im vergangenen Jahr erhellten 479 651 Raketen den Nachthimmel in nur sechs Minuten. Dubai überbot damit einen Weltrekord des Golfnachbarn Kuwait, der 2011 innerhalb einer Stunde 77 000 Raketen geschafft hatte.

Die Leinwand soll nun den bisherige Rekordhalter, eine Shopping Mall im indonesischen Jakarta, übertrumpfen. Dort hängt eine 8700 Quadratmeter große Wand. Das „Guinness-Buch der Rekorde“ muss den Rekord noch bestätigen.

Von

dpa

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