Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.01.2007

13:15 Uhr

Japan

Lebensgefährlicher Neujahrsbrauch

MIt einem lebensgefährlichen Brauch feiern die Japaner den Beginn des Neuen Jahres. Die traditionellen Neujahrs-Reisbällchen erscheinen zunächst ganz harmlos, doch fordern sie regelmäßig ihre Todesopfer. Auch in diesem Jahr haben mindestens vier Menschen diese Tradition nicht überlebt.

HB TOKIO. In Japan sind auch in diesem Jahr wieder Menschen an den traditionellen „O-Mochi“-Reisklößen zum Neujahrsfest erstickt. Bis Dienstag hätten vier ältere Männer den Genuss der klebrigen Bällchen aus gestampftem Reis nicht überlebt, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Allein in der Haupstadt Tokio mussten 14 weitere Menschen im Alter zwischen 65 und 91 Jahren ins Krankenhaus gebracht werden, weil ihnen die Neujahrs-Spezialität im Hals stecken geblieben war. Sieben von ihnen seien bewusstlos und in einem kritischem Zustand, hieß es.

Immer wieder bleiben vor allem alten Menschen die extrem klebrigen Bällchen im Hals stecken, weil diese zu viel in den Mund nehmen oder den Reis nicht ausreichend zerkauen. Obgleich jeder in Japan die „Gefahr“ kennt, will niemand auf die „O-Mochi“ verzichten. Die Feuerwehr rät älteren Menschen immer wieder, die Reiskuchen in kleine Stücke zu zerschneiden. „Opfern“ der Reisbällchen wird mitunter mit dem Staubsauger zu Leibe gerückt - was zusätzliche Gesundheitsrisiken birgt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×