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06.04.2012

10:47 Uhr

Japanisches Geisterschiff

US-Küstenwache beendet Irrfahrt

Die Irrfahrt des seit dem Tsunami im März 2011 führerlos über den Pazifik treibenden japanischen Geisterschiffs ist zu Ende. Die US-Küstenwache versenkte das Fischereischiff aus Sicherheitsgründen vor der Küste Alaskas.

Geisterschiff vor Alaska versenkt

Video: Geisterschiff vor Alaska versenkt

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AnchorageDie US-Küstenwache hat vor Alaska ein japanisches Fischereischiff versenkt, das seit dem verheerenden Tsumami vor mehr als einem Jahr führerlos über den Pazifik trieb. Die Küstenwache eröffnete mit Maschinengewehren das Feuer auf das Geisterschiff, bis es in Brand geriet. Die „Ryon-Un Maru“ bekam schließlich Schlagseite und ging nach einer weiteren Salve in der Nacht zum Freitag unter. Die ganze Aktion dauerte fast fünf Stunden.

„Das Schiff ist gesunken und stellt kein Navigationshindernis mehr dar“, sagte der Küstenwachen-Unteroffizier Kip Wadlow der Nachrichtenagentur Reuters. Der Trawler hatte die Schifffahrt in der Region gefährdet, da er auf wichtigen Verbindungsrouten für Frachtschiffe zwischen Nordamerika und Asien umhertrieb. Die „Ryon-Un-Maru“ mit bis zu 8000 Litern Dieselöl gehört zu den schätzungsweise rund 1,5 Millionen Tonnen Schrott, die nach dem Erdbeben und Tsunami in Japan im März 2011 in den Pazifik gespült worden waren.

Rund fünf Stunden benötigte die US-Küstenwache für die Versenkung des Fischereischiffs. dapd

Rund fünf Stunden benötigte die US-Küstenwache für die Versenkung des Fischereischiffs.

Experten schätzen das Versenken des Schiffs als beste Methode ein, dem potenziell gefährlichen Treibstoff an Bord Herr zu werden. Auf diese Weise werde dieser sich schnell verflüchtigen, sagte der Sprecher der Wetter- und Ozeanographiebehörde der USA (NOAA).

Der japanischer Eigentümer erklärte, er habe nicht vor, das Schiff vom Meeresboden zu bergen. Wadlow sagte, bereits vor dem Tsunami sei geplant gewesen, das Schiff zu verschrotten.

In den USA sind bereits wiederholt Tsunami-Trümmer angespült worden. Meistens handelte es sich dabei um Bojen und Floße von Austernfarmen. Die meisten Schuttteile werden allerdings erst 2013 erwartet.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Kritiker

06.04.2012, 12:03 Uhr

Alle Welt redet von Rohstoff-Knappheit und da versenken die Amerikaner das Schiff auf diese doch recht merkwürdige Art und Weise - einfach nicht zu fassen!

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