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23.12.2014

07:06 Uhr

Joe Cocker ist tot

Abschied vom Reibeisen-Rocker

Wer seine Stimme gehört hat, vergisst sie nicht: Joe Cocker gehörte über Jahrzehnte zu den markantesten Figuren der Rock-und Soulszene. Nun verlor der gebürtige Brite den Kampf gegen den Lungenkrebs.

Joe Cocker

Die Reibeisenstimme ist tot

Joe Cocker: Die Reibeisenstimme ist tot

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New York/LondonEr schuf Hymnen des Rhythm n'Blues, er hatte eine Stimme wie ein Reibeisen. Und er machte mit seinen Live-Auftritten Millionen zu seinen Fans. Joe Cocker, der Rocker mit der vielleicht markantesten Stimme seiner Generation und der unzweifelhaft eigenwilligsten Körpersprache auf der Bühne, ist tot. Weltweit trauern Fans um einen der größten Musiker der vergangenen Jahrzehnte. Cocker starb im Alter von 70 Jahren in seinem Haus in Colorado, wie sein Management am Montag bekanntgab.

Seine Plattenfirma Sony Music bestätigte Medienberichte, wonach Joe Cocker den Kampf gegen den Lungenkrebs verlor. „Sein Erfolg begann 1964 und hält bis heute an“, heißt es in dem Statement. „Joe hat fast 40 Alben geschaffen und ist massiv um die Welt getourt.“

Joe Cockers Hits haben einen festen Platz im Kulturgut der Rockmusik. Beim Woodstock-Festival 1969 wurde der gelernte Klempner aus dem nordenglischen Arbeiterstädtchen Sheffield berühmt, als er den Beatles-Hit „With A Little Help From My Friends“ neu interpretierte, mit dem er schon ein Jahr zuvor die britischen Charts gestürmt hatte. Seine Armbewegungen machten ihn auch optisch zum Unikum. „Die habe ich von Ray Charles kopiert“, gab er später zu.

Joe Cockers Leben

Sommerkind

Joe Cocker wurde geboren am 20. Mai 1944 als John Robert Cocker in Sheffield, England.

Erste Banderfahrung

Joe Cocker hat bereits als Jugendlicher erste Auftritte mit der Band Vance Arnold and the Avengers, macht aber zunächst eine Ausbildung zum Gasinstallateur. 1963 eröffnet die Band als Vorgruppe ein Konzert der Rolling Stones.

Der musikalische Durchbruch

1968 gelingt Cocker der internationale Durchbruch mit „With A Little Help From My Friends“, einer Coverversion der Beatles. 1969 absolviert er einen umjubelten Auftritt beim legendären Woodstock-Festival.

Hitjäger

1983 erhält Cocker den Grammy Award und einen Oscar für das Duett „Up Where We Belong“ mit Jennifer Warnes. Er feiert weltweite Erfolge mit Songs wie „Unchain My Heart“, „N'Oubliez jamais“, „You Are So Beautiful“.

Privates Glück

1987 heiratet Joe Cocker Pam Baker; er hat eine Stieftochter und zwei Enkelkinder.

Zuvor hatte er sich nach der Arbeit auf den Bühnen der Clubs seiner Heimatstadt durchgeschlagen. Danach folgten Welthits wie „Unchain My Heart“ oder die unvergessene Ballade „Up Where We Belong“ im Duett mit Jennifer Warnes. Der Song aus dem Film „Ein Offizier und ein Gentlemen“ wurde 1983 mit einem Grammy und mit dem Oscar ausgezeichnet.

Trotz seiner Krankheit hatte sich Cocker, der seine amerikanische Ehefrau Pam, eine Stieftochter und zwei Enkel hinterlässt, bis in die letzten Wochen seines Lebens der Musik hingegeben. „Wir wollen Ende des Jahres unsere neue CD aufnehmen, die 2015 herauskommen soll“, hatte der Wahlamerikaner noch im Mai in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur erklärt. Sein letztes Album zu Lebzeiten hatte er 2012 unter dem Titel „Fire It Up“ herausgebracht.

Joe Cockers Karriere und die Gesundheit des Musikers hatte wie bei vielen seiner Kollegen auch unter Alkohol- und Drogeneskapaden in den 1970er Jahren gelitten. Einmal musste er sogar ins Gefängnis. Konzerte fielen aus, die Karriere brach ein. Doch Cocker gab nie auf. „Meine Frau Pam hat mir das Leben gerettet“, sagte er einmal.

Sein Umfeld schätzte Cocker als geradlinigen Typen ohne Star-Allüren. „Er ist immer derselbe Mensch geblieben“, sagte sein Agent Barry Marshall nach dem Tod. „Es wird unmöglich sein, seinen Platz in unseren Herzen zu füllen.“ Ex-Beatle Paul McCartney zollte Cocker unmittelbar nach seinem Tod Tribut. „Ich liebe seine Lieder. Als er „A Little Help From My Friends“ coverte, war ich hin und weg - er hat den Song zu einer Soul-Hymne gemacht. Ich bin für immer dankbar.“ Sein Kollege Bryan Adams sagte es noch deutlicher: „Du warst einer der besten Rocksänger aller Zeiten“.

Kommentare (2)

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Herr Niccolo Machiavelli

22.12.2014, 20:29 Uhr

Auch ihm Dank für sein Werk.

Herr M. M.

23.12.2014, 08:16 Uhr

Sehr traurig.Cocker war ganz einzigartig,ein Mensch,der angenehm bescheiden blieb.Großer Künstler,großer Mensch.

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