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05.01.2010

12:12 Uhr

Kältestarre

Winterliche Eiszeit legt Deutschland lahm

Väterchen Frost hat Deutschland fest im Griff: Die Temperaturen fallen nachts in den zweistelligen Minusbereich, neuer Schnee wird für das kommende Wochenende angekündigt. Den Straßendiensten bereiten diese Aussichten Sorge – das Streusalz wird knapp, Nachschub ist derzeit nicht zu bekommen. Auf den Straßen droht Chaos.

Winterlandschaft bei Wismar: Neue Niederschläge drohen am Wochenede. dpa

Winterlandschaft bei Wismar: Neue Niederschläge drohen am Wochenede.

Arktische Kaltluft lässt ganz Deutschland frieren. Bis auf einzelne Stationen an der Nordseeküste meldeten am Dienstagmorgen die Messstellen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) überall Minustemperaturen. Am kältesten war es in einem Streifen zwischen Saarbrücken und Dresden, wo bei klarem Himmel oder dünner Bewölkung zweistellige Minuswerte gemessen wurden.

Es ist schon die zweite Kältewelle dieses Winters – Und Väterchen Frost hat Deutschland auch in den kommenden Tagen fest im Griff. Bis auf weiteres bleibt die Kaltluft arktischen Ursprungs wetterbestimmend, wobei sich vor allem in der Mitte und im Süden vorübergehend leichter Hochdruckeinfluss durchsetzt, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag mitteilte. Schneien soll es zunächst nur vereinzelt, dafür können die Temperaturen nachts bis minus 20 Grad sinken.

Sorge bereitet den Winterdiensten unterdessen die Streusalzknappheit: Sie könnte für Autofahrer bald dramatische Folgen haben. Sollte es erneut stark schneien, könnte etwa die Autobahn 7 im südlichen Niedersachsen womöglich nicht mehr komplett abgestreut werden. Es gebe Pläne, dann nur noch eine Spur zu streuen und ein Tempolimit zu verhängen, sagte der Chef des Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim, Udo Othmer, am Dienstag. Da frisches Streusalz derzeit kaum zu beschaffen sei, hoffe er auf niederschlagsfreies Winterwetter.

Am Mittwoch soll es überwiegend bedeckt sein, wobei es nur vereinzelt im Süden und Osten sowie an der Küste schneien soll. In der Mitte und im Nordosten werden die Temperaturen kaum über -10 Grad klettern, ansonsten liegen sie zwischen -2 und -8 Grad. Nachts sinken die Temperaturen auf -7 bis -17 Grad, örtlich bei Aufklaren auch auf -20 Grad. An den Küsten soll es nicht ganz so kalt werden.

Für Donnerstag rechnen die Meteorologen mit etwas Schnee im Norden und zu den Alpen hin, die Höchsttemperaturen liegen meist zwischen -2 und -8 Grad. Dabei weht ein schwacher, im Norden auch mäßiger Wind aus östlichen Richtungen. In der Nacht zum Freitag ziehen dann im Süden dichte Wolken auf und es beginnt zu schneien. Vor allem die östlichen Mittelgebirge können sich am Wochenende auf Neuschnee einstellen, aber auch die Alpen, die bisher nur wenig Schnee abbekommen haben, werden vor allem im Osten und Süden eingeschneit. Da sich an der Wetterlage auch vorläufig nichts ändern wird, soll der Schnee längere Zeit liegen bleiben.

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