Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.01.2013

09:51 Uhr

Kalifornien

Über 30 Jahre Haft für Raubmord an Deutschem

Ein Tourist aus Sachsen wurde vor über 14 Jahren in Kalifornien erschossen. Das Verfahren gegen einen der Täter zog sich über Jahre hin. Jetzt muss der Raubmörder für mehr als 30 Jahre hinter Gitter.

Foto-Handout von US-Behörden: Der 35-jährige Täter wurde zu mindestens 32 Jahren Haft verurteilt. dapd

Foto-Handout von US-Behörden: Der 35-jährige Täter wurde zu mindestens 32 Jahren Haft verurteilt.

Los AngelesLangjährige Haft für Raubmord an einem Deutschen: Der vierte Komplizen beim Raubmord an einem Deutschen vor über 14 Jahren in den USA muss für Jahrzehnte hinter Gitter. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft in Los Angeles wurde der 35-jährige Mittäter am Donnerstag zu mindestens 32 Jahren Gefängnis bis lebenslänglich verurteilt.

Der 50-jährige Horst Fietze aus dem sächsischen Löbau wurde im Oktober 1998 bei einem Raubüberfall in Santa Monica (Kalifornien) erschossen. Er war mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar unterwegs, als vier junge Täter von den Reisenden Geld forderten.

Drei der Räuber waren der Polizei schnell ins Netz gegangen. Eine damals 18-Jährige saß am Steuer des Fluchtautos, sie ist nach mehrjähriger Haft wieder auf freiem Fuß. Der Haupttäter, der die Schüsse abgab, war 2001 zu lebenslanger Haft verurteilt worden, er kann frühestens nach 35 Jahren freikommen. Eine weitere Komplizin, zur Tatzeit 17 Jahre alt, muss mindestens 16 Jahre verbüßen.

Dem vierten Räuber war die Flucht gelungen. Er setzte sich nach Jamaika ab, wo er unter falschem Namen arbeitete. Erst 2009 kamen ihm die Ermittler dort auf die Spur. Im Oktober 2011 wurde er wegen Mordes im Verlauf eines Raubüberfalls schuldig gesprochen, auch wenn der Verurteilte am Tatort selbst keine Waffe bei sich hatte.

Die Witwe des Opfers, Astrid Fietze, hatte bei dem Prozess ausgesagt. Auf das Strafmaß mussten die Angehörigen dann lange warten. Im vergangenen Jahr war die Verkündung des endgültigen Urteils viele Male kurzfristig verschoben worden. Bei dem Gerichtstermin am Donnerstag waren keine Familienmitglieder des Opfers zugegen, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur dpa mit.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×