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28.01.2010

17:27 Uhr

Kalt und trübe

Januar war harter Wintermonat

Nicht nur dank Tief "Daisy" ist der Januar in diesem Jahr ein echter Wintermonat: Kälter, niederschlagsärmer und mit weniger Sonnenschein als im langjährigen Mittel - diese Bilanz zog der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Donnerstag.

Ein Schneepflug räumt am eine Straße am Schauinsland im Schwarzwald. Die Schneeflüge Deutschlands mussten im Januar häufig ausrücken. Der Monat war kälter und trüber als im Durchschnitt. APN

Ein Schneepflug räumt am eine Straße am Schauinsland im Schwarzwald. Die Schneeflüge Deutschlands mussten im Januar häufig ausrücken. Der Monat war kälter und trüber als im Durchschnitt.

HB OFFENBACH/FRANKFURT. Mit minus 3,7 Grad war es im Durchschnitt 3,2 Grad kälter als sonst, die Sonne schien an 37 statt durchschnittlich 44 Stunden, und statt 61 Litern Niederschlag pro Quadratmeter fielen nur 45 - meist als Schnee.

Nach Tief "Daisy" lag ganz Deutschland unter einer geschlossenen Schneedecke. Ausgerechnet im sonst eher schneereichen Alpenvorland war diese aber vergleichsweise niedrig. Im Norden und Osten meldeten einige der deutschlandweit 2100 Messstationen hingegen mehr als 30 Zentimeter Schnee - etwa in Leipzig (34 Zentimeter) und Cottbus (32).

Im Nordosten war es auch besonders streng winterlich. Hier sorgte Tief "Daisy" am zweiten Januar-Wochenende für Sturmflut und meterhohe Schneeverwehungen. In Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs stieg das Thermometer nach DWD-Angaben überhaupt nicht oder nur sehr kurz über den Gefrierpunkt. In der zunächst kältesten Nacht des Jahres zum Mittwoch (27. Januar) wurden in Bad Muskau in der Oberlausitz minus 24,3 Grad gemessen. Am wärmsten war es mit plus 8,7 Grad am 17. Januar in Müllheim sowie am 18. Januar in Rheinau- Memprechtshofen und Emmendingen-Mundingen (alle Baden-Württemberg).

Die ersten 25 Tage des Januars waren nach Angaben der Meteorologen auch extrem sonnenscheinarm. Nicht einmal einen halbe Stunde lang schien sie Sonne während dieser Zeit in Nürnberg. Vom 6. bis zum 19. Januar verzeichneten viele Stationen gar keinen Sonnenschein.

Erneut Flugausfälle durch Winterwetter in Deutschland

Starke Schneefälle und teils stürmischer Wind haben am Donnerstag in Deutschland erneut zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen geführt. Besonders betroffen war der Flughafen München. Hier fielen bis zum Vormittag 60 Flüge aus, zudem gab es zahlreiche Verspätungen.

Sollte der Schneefall anhalten, seien auch weitere Annullierungen wahrscheinlich, sagte ein Sprecher. Passagiere müssten auch im Tagesverlauf noch mit Verspätungen rechnen.

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt blieb das befürchtete Chaos aus. Zwar wurden am Morgen und im Lauf des Vormittags insgesamt 80 Flüge gestrichen, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport sagte. Die Situation normalisierte sich jedoch. Auch die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa sprach von einem normalen Flugbetrieb.

Lediglich in München und Frankfurt habe es vereinzelte Ausfälle gegeben, sagte ein Sprecher.

Am Donnerstag war ein Sturmtief über Deutschland in Richtung Alpen gezogen und hatte Schneefälle mit sich gebracht. Auch für die kommenden Tage sagt der Deutsche Wetterdienst vor allem im Süden des Landes Schnee und im Bergland Sturmböen vorher.

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