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12.11.2017

16:54 Uhr

Karriere im Internet

Wie ein Ostfriese das Netz erobert

Er liebt Landmaschinen, das „A-Team“ und die plattdeutsche Sprache. Das machte Keno Veith aus Friesland über Nacht zum einem Star. Seit fast 20 Jahren arbeitet er bereits in der Landwirtschaft und hat Spaß an seinem Job.

Keno Veith fährt hauptberuflich Trecker und spricht platt. Da er große Ähnlichkeit mit Mr. T aus der Fernsehserie „A-Team“ hat, ist er binnen kürzester Zeit über Youtube und Facebook zum Internetphänomen geworden. dpa

De Schwatten Ostfrees Jung

Keno Veith fährt hauptberuflich Trecker und spricht platt. Da er große Ähnlichkeit mit Mr. T aus der Fernsehserie „A-Team“ hat, ist er binnen kürzester Zeit über Youtube und Facebook zum Internetphänomen geworden.

ZetelEigentlich war es ein ganz normaler Ernteeinsatz. Bis Keno Veith auf dem Maisfeld feststeckte, zur Handykamera griff und die Misere auf Plattdeutsch kommentierte. Kaum ins Netz gestellt, löste das Video des „Schwatten Ostfrees Jung“ („Schwarzer Ostfriesen-Junge“) Begeisterung aus.

Im Nu hatte der 36-Jährige Zehntausende Anhänger im Netz. Seine plötzliche Popularität nutzt der Sohn einer Kamerunerin und eines Ostfriesen auch, um für seine Zunft und die niederdeutsche Sprache zu werben.

Seit fast 20 Jahren arbeitet Keno Veith in der Landwirtschaft, als „Lohner“. Als Mitarbeiter eines Lohnunternehmens holt er die Ernte ein oder fährt Gülle aus. „Ich hab Spaß an meinem Job. Ich bin ja in der Landwirtschaft groß geworden.“ Veiths Großeltern hatten einen kleinen Bauernhof bei Wittmund, sein Vater ist Agraringenieur.

Schon als Kind hätten ihn Landmaschinen fasziniert, gesteht er lachend. „Und ich bin bei den Nachbarn gewesen, weil die größere Trecker hatten als wir. Ich bin durch und durch Maschinist.“ Veith wuchs mit Hochdeutsch auf und lernte das Plattdeutsche in Eigenregie.

„Weil ich die Sprache einfach so schön finde. Die gehört in die Region, zur Landwirtschaft.“ Der Ostfriese schaute den Bauern während seiner Lohnereinsätze in diversen Ortschaften einfach aufs Maul. „Ich spreche gemischtes Platt. Mein Platt besteht ja aus mehreren Platts.“

So gut wie Miss Instagram: Zehn Tipps von Pamela Reif

Finde deine Kategorien

Such nach Dingen, die du jeden Tag gerne machst und präsentiere sie auf deinem Account. Und keine Angst, falls deine Interessen eher unbekannt ist und eine Randgruppe anspricht.
(Quelle: aboutpam, http://www.aboutpam.com/personal/how-to-build-an-instagram-following; Stand: 18. September 2016· Pamela)

Qualität

Qualität statt Quantität! Das sollte immer das Motto sein. Versuch immer nur hoch qualitative Bilder hochzuladen, bei denen du auch ein gutes Gefühl hast. Ich würde nie ein Bild hochladen, das ich nicht als „gut“ erachte.

Regelmäßiges Posten

Mindestens ein hoch qualitatives Bild jeden oder jeden zweiten Tag hochladen. Niemand folgt einem Account, der nur ein Bild alle drei Monate postet. Denkt daran, dass es ein schmaler Grat zwischen „viel interessanten Inhalt zeigen“ und „jeden mit zu viel Inhalt nerven“ ist.

Bearbeitung & Filter

Man kann hübsche Bilder noch viel hübscher machen, indem man die richtige Filter und Effekte benutzt. Aber übertreibt lieber nicht!

Der Gesamteindruck des Profils

Manche Profile sehen auf den ersten Blick gleich sehr harmonisch aus. Was ich als sehr wichtig erachte ist: Variation. Man sollte es definitiv vermeiden drei Selfies oder vier Food Bilder nacheinander zu posten.

Entwicklung

Entwickle dich weiter. Finde neue Interessen, verbessere dich oder probier mal etwas ganz anderes aus. Lerne dazu, leg die Messlatte hoch und verbessere dich jeden Tag. Und das wird sich dann automatisch in deinem Account widerspiegeln!

Interessante Leute treffen

Geh zu Events, reise und sprich mit Leuten. Connections sind super wichtig – denn es kommt nicht immer nur auf die „Zahl“ der Follower an!

Unterstützung großer Accounts

Etwas, das ich nie getan habe – aber ich weiß von anderen, dass es hilft! Wenn man das Gefühl hat, dass das mit dem Wachstum einfach nicht klappen will obwohl man kontinuierlich tolle Bilder hochlädt – kontaktiere große Accounts und frag, ob sie dich unterstützen möchten.

Unterschätze den Aufwand nicht

Ich habe keinen freien Tag. Ich habe keinen normalen „Sonntag“. Ich habe auch keinen Feierabend. Manchmal arbeite ich 16 Stunden am Tag, aber wisst ihr was? Ich liebe es und ich habe es mir ausgesucht.

Kontakt zu deiner Community

Rede mit ihnen, nimm ihr Feedback ernst, versuche ihren Wünschen nachzukommen, frag nach ihrer Meinung und bleibe immer bodenständig. Man ist nicht besser, nur weil man viele Follower hat.

P.S.

Man kann Erfolg nicht erzwingen. Genau genommen gibt es keinen „Schlüssel zum Erfolg“ bei Instagram. Manchmal kann man nicht nachvollziehen, wieso ein mittelmäßiger Account bekannt wird und ein richtig schöner Account nicht. Social Media kann man eben nicht zu 100 Prozent erklären und das sollte man auch akzeptieren.

Ausgelernt hat Veith noch lange nicht, dabei helfen ihm auch seine Fans. „Ich werde auf Platt angesprochen und angeschrieben“, sagt Veith. „Ich lerne noch besser Platt dadurch.“ Der „Plattproter“ aus Zetel kommt bei Experten wie dem Plattdüütskbüro der Ostfriesischen Landschaft gut an. „Klar finden wir die Videos unterhaltsam“, sagt der Sprecher Rainer Former.

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