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31.07.2015

10:11 Uhr

Katy Perry

Streit um Klosterkauf geht weiter

Die Popsängerin träumt davon, ein Kloster in Kalifornien zu ihrer persönlichen Residenz zu machen. Doch wegen eines Gerichtsstreits zwischen Nonnen und dem Erzbischof von Los Angeles kann sie ihr Vorhaben vorerst nicht umsetzen.

Um das ehemalige Kloster in Los Angeles tobt ein Verkaufsstreit, an dem Pop-Ikone Katy Perry beteiligt ist. ap

Immobilie des Ordens Ordens „Immaculate Heart of Mary“

Um das ehemalige Kloster in Los Angeles tobt ein Verkaufsstreit, an dem Pop-Ikone Katy Perry beteiligt ist.

Los AngelesPopsängerin Katy Perry muss sich bei ihrem angestrebten Kauf eines Klosters nahe Hollywood noch eine Weile gedulden. Ein Richter erklärte am Donnerstag zwar, der Verkauf der Anlage an die Unternehmerin Dana Hollister sei seiner Ansicht nach „unangemessen und ungültig“. Doch hinderte er Perry und Vertreter der Erzdiözese von Los Angeles daran, das Anwesen zu besuchen, bis ein aktueller Gerichtsfall beigelegt ist. Dies könne Monate, oder gar Jahre dauern, erklärte er.

Die 30-jährige Perry will das Kloster seit Jahren erwerben, um es zu ihrer persönlichen Residenz zu machen. Die Anlage steht aber im Zentrum eines Rechtsstreits zwischen einer Gruppe Nonnen und dem Erzbischof von Los Angeles. Dabei geht es darum, wer die Kontrolle über den Verkauf und dessen Erlös habe. Einige der Frauen wollen nicht, dass Perry ihr früheres Zuhause erwirbt. Im Juni verkauften sie es rasch an Hollister, die das Anwesen in ein Hotel verwandeln will. Erzbischof José H. Gómez will hingegen Perry den Erwerb des Klosters ermöglichen.

Für 14,5 Millionen Dollar: Katy Perry will unbedingt ins Kloster

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Katy Perry will unbedingt ins Kloster

Stars sind nicht immer mit einem handelsüblichen Haus zufrieden. Auch eine Villa ist manchmal nicht genug. Katy Perry hat ein Auge auf ein Objekt in den Hügeln von Los Angeles geworfen. Aber da gibt es ein Problem.

Das Anwesen im Stil einer römischen Villa liegt im Stadtviertel Los Feliz von Los Angeles. Perrys Verwicklung und der Streit zwischen den Nonnen und dem Erzbischof führte dazu, dass der Gerichtssaal am Donnerstag mit Journalisten und besorgten Anwohnern gefüllt war.

Das gemischte Urteil von Richter James C. Chalfant sieht vor, dass Hollister bis zu einem Gerichtstermin im September monatlich umgerechnet etwa 22.800 Euro an die Nonnen zahlen muss. Dann wird Chalfant festlegen, wer die Mietzahlungen für das Grundstück übernehmen soll. Ein Anwalt Perrys sagte, die Sängerin werde Miete für das Anwesen zahlen.

Chalfant urteilte ferner, dass der Disput von Kirchgesetzen und nicht Zivilrecht geregelt werden sollte. An einer Stelle tadelte er die Anwälte des Erzbischofs wegen des Umgangs der Kirche mit den Nonnen. „Sie brauchen Ihre Hilfe nicht, solange Sie sie ihr eigenes Geld haben lassen“, sagte der Richter.

Perry, deren Eltern protestantische Pfarrer sind, hatte sich dazu bereit erklärt, 14,5 Millionen Dollar (13,2 Millionen Euro) für das Kloster zu zahlen und ein angrenzendes Gebetshaus, das von Priestern benutzt wird, umzusiedeln. Hollister stimmte einem Erwerbspreis von 15,5 Millionen Dollar zu. 5,5 Millionen davon sollen für die Umsiedlung des Gebetshauses benutzt werden.

Im Mai hatten sich die Nonnen auf Bitte des Erzbischofs mit Perry getroffen, um die Möglichkeit eines Kompromisses auszuloten. Bei mindestens zwei der fünf Schwestern führte das Treffen aber nicht zu einem Einstellungswandel. Die Frauen hatten bereits zuvor nach Perrys Musikvideos gesucht und waren nicht begeistert von dem, was sie sahen.

Von

afp

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