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17.02.2006

08:28 Uhr

Keine Anklage

Justiz legt Cheneys Jagdunfall zu den Akten

Gegen US-Vizepräsident Dick Cheney wird wegen des Jagdunfalls vor wenigen Tagen keine Anklage erhoben. Er hatte einen Freund bei der Wachteljagd in Texas mit einer Ladung Schrot getroffen. Präsident George Bush stärkte seinem Vize demonstrativ den Rücken.

Dick Cheney bei der Jagd - hier auf einem Archivbild. Foto: AP

Dick Cheney bei der Jagd - hier auf einem Archivbild. Foto: AP

HB CORPUS CHRISTI/WASHINGTON. Die Untersuchungen seien abgeschlossen und der Fall zu den Akten gelegt, heißt es in einem Polizeibericht. Der zuständige Sheriff Ramon Salinas in Corpus Christi sagte dazu, es habe sich herausgestellt, dass es sich um einen Unfall gehandelt habe. „Es wird gegen niemanden Anklage erhoben“, fügte er hinzu.

Präsident Bush äußerte sich zufrieden über die Erklärung, die Cheney zu dem Unfall abgegeben hatte. „Ich finde, der Vizepräsident ist mit der Angelegenheit sehr gut umgegangen“, sagte Bush. „Seine Erklärung gestern war eine starke Erklärung.“ Der Unfall am Samstag sei für Cheney ein sehr traumatisches Erlebnis gewesen.

Cheney hatte den 78-jährigen Anwalt Harry Whittington an Wange, Hals und Brust getroffen. Im Krankenhaus erlitt Whittington dann noch einen Herzinfarkt. Sein Zustand wurde jedoch als stabil beschrieben. In seiner ersten öffentlichen Stellungnahme dazu übernahm Cheney am Mittwoch die volle Verantwortung und verteidigte zugleich die Entscheidung, sich bislang nicht der Presse gestellt zu haben. Der Fall war nur öffentlich geworden, weil die Besitzerin des betreffenden Jagdreviers eine lokale Zeitung informiert hatte.

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