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22.01.2008

14:57 Uhr

Keine Geheimhochzeit

Bruni dementiert Heirat mit Sarkozy

Carla Bruni hat alle Spekulationen über eine Geheimhochzeit mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy beendet. Mit ihrem aktuellen Interview hat Bruni das Privatleben des Präsidenten erneut in die Schlagzeilen gebracht - was Sarkozy noch weiter ins Meinungstief drücken könnte.

Noch kein Brautpaar: Nicolas Sarkozy und Carla Bruni Foto: dpa dpa

Noch kein Brautpaar: Nicolas Sarkozy und Carla Bruni Foto: dpa

HB PARIS. „Wir sind noch nicht verheiratet.“ Carla Bruni, die Freundin des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, hat am Dienstag alle Spekulationen über eine Geheimhochzeit im Élysée beendet. Zugleich stellte sie klar, dass sie Sarkozy nicht zu seinem Staatsbesuch nach Indien begleiten werde, obwohl er sie wohl gerne mitgenommen hätte.

Mit ihrem Interview in der Zeitung „Libération“ droht die künftige première Dame Frankreichs die Versuche Sarkozys zu konterkarieren, zurück in die politische Offensive zu gelangen. Die nicht enden wollenden Schlagzeilen über sein Liebesleben haben Sarkozys Glaubwürdigkeit schon arg zugesetzt, in Umfragen ist er im freien Fall.

Die Zeitung „L'Est Républicain“ berichtete Mitte des Monats, Sarkozy und Bruni hätten sich am 10. Januar im Präsidentenpalast das Ja-Wort gegeben. Ein offizielles Dementi gab es nie. In der vergangenen Woche teilte Bruni ihren „beleidigten Freunden“ allerdings in einer Sammel-SMS mit, dass die Hochzeitsmeldung eine Ente war, wie sie „Libération“ anvertraute. „Wir sind noch nicht verheiratet, auch wenn es zu unseren Projekten gehört.“

Dass der 52-jährige Sarkozy seine zwölf Jahre jüngere Freundin nach den Turteltrips nach Ägypten und Jordanien auch mit nach Indien nehmen wollte, hat seinen Protokollchefs arges Kopfzerbrechen bereitet. Aus Neu-Delhi waren Vorbehalte laut geworden, ohne Trauschein könne Bruni nicht als erste Dame an der Seite des Präsidenten empfangen werden. Schon nach Saudi-Arabien musste Sarkozy alleine fliegen.

Ihre Mitreise nach Indien hätte das Paar „nie ernsthaft ins Auge gefasst“, sagte Bruni in dem Interview. Das verwundert, denn neben dem offiziellen Programm steht auch eine Privatreise zum Taj Mahal auf der Agenda. Warum sollte Sarkozy alleine 200 Kilometer in den Süden von Neu-Delhi reisen, um sich das Denkmal anzuschauen? Zudem war die Liste von Sarkozys Begleitpersonen noch am Dienstagmorgen offen - weniger als 48 Stunden vor dem Abflug, so spät wie noch nie. Laut „Libération“ wagt niemand im Élysée-Palast, Sarkozy auf das pikante Thema anzusprechen, aus Angst vor dem Zorn des Präsidenten.

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