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19.03.2014

07:23 Uhr

Keine Spur von MH 370

Kursänderung offenbar schon früh programmiert

Weitere Details werfen ein neues Licht auf die Ermittlungen zur verschollenen Boeing 777. Wieso meldeten die Piloten die Kursänderung vor der Abmeldung nicht? Wieder gibt es keine offiziellen Angaben der Ermittler.

Verschollener Flug MH370

Wütende Angehörige stürmen Pressekonferenz

Verschollener Flug MH370: Wütende Angehörige stürmen Pressekonferenz

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Kuala Lumpur/PekingDie Kursänderung des verschollenen Malaysia-Airlines-Flugzeugs soll einem Medienbericht zufolge bereits vor der Abmeldung der Piloten im Bordcomputer eingegeben worden sein. Das berichtete der US-Sender NBC am Mittwoch unter Berufung auf Ermittlerkreise. In Malaysia schrieb eine Zeitung, im heimischen Flugsimulator des Piloten Zaharie Ahmad Shah seien Landebahnen auf den Malediven, in Sri Lanka und Indien einprogrammiert gewesen. Diese lägen auf einer der beiden Flugrouten, die die Ermittler nach der Kehrtwende der Maschine für möglich halten.

Ein Ermittler in Kuala Lumpur konnte die Angaben nicht bestätigen. „Ich weiß nur, dass der Flugsimulator noch untersucht wird“, sagte der Mann, der darauf bestand, dass sein Name nicht genannt wird. „Wir haben auch am zwölften Tag der Ermittlungen keine Ahnung, was passiert ist.“ Im Laufe des Tages wurde die regelmäßige Pressekonferenz des Verkehrsministers erwartet.

Die Boeing mit 239 Menschen an Bord ist seit dem 8. März verschollen. Die Maschine mit der Flugnummer MH 370 war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking und von den Radarschirmen verschwunden, ohne dass zuvor ein Notruf abgesetzt wurde. Anschließend flog die Boeing 777 offenbar noch rund sieben Stunden weiter. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf mehrere Möglichkeiten: Sabotage, Entführung, Terrorakt oder Selbsttötung eines der Piloten.

Wenn der NBC-Bericht stimmt, wäre die Frage, wieso die Piloten bei der Abmeldung nichts sagten. Wenn die Bodenkontrolle die Kursänderung durch die automatischen Signale des Flugzeugs vor der verbalen Abmeldung mitbekam, wäre die zweite Frage: Warum haben die Ermittler das bislang verschwiegen?

Der Richtungswechsel erfolgte mindestens zwölf Minuten, bevor sich Co-Pilot Fariq Abdul Hamid mit den Worten „Alles klar, gute Nacht“ von den Fluglotsen verabschiedete, wie NBC weiter berichtete. Das wäre um 1.07 Uhr Ortszeit gewesen. Das war der Zeitpunkt, als das letzte Signal aus dem Kommunikationssystem (ACARS) an die Bodenkontrolle ging. Die Abmeldung erfolgte um 1.19 Uhr.

China legt derweil in seiner scharfen Kritik an den malaysischen Ermittlungs- und Kommunikationsmethoden nach. „Es ist bekannt, dass ungenaue oder zumindest unvollständige Informationen dazu geführt haben, dass die anfängliche Suche im Südchinesischen Meer ins Leere lief und kostbare Zeit vergeudet wurde“, hieß es in einem Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua, den Zeitungen am Mittwoch druckten. Wegen mangelnder Transparenz seien intensive Bemühungen verpufft und viele Gerüchte aufgekommen. „Es gibt keine Entschuldigung, die gleichen Fehler zu wiederholen.“

Kommentare (2)

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19.03.2014, 09:12 Uhr

Das EHM-System (Engine Health Management System) hat ja noch 7 Stunden einen stündlichen Ping gesendet. Insofern sollte man schwerpunktsmäßig den Rande des Aktionskreises absuchen. Diesen Bereich kann man auch noch verfeinern, wenn man die in Derby/England vorliegenden Daten analysiert. Es sind sicher nicht nur Daten aus der Hotsection der Turbine, sondern damit diese einen Sinn machen auch die Umgebungstemperatur, der Luftdruck und die Geschwindigkeit der umgebenden Luft. Daraus kann man sehr gut auf die Flughöhe und deren Wetterlage schließen und so den jeweiligen Sendepunkt grob eingrenzen.

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19.03.2014, 10:29 Uhr

die verhinderung dieses kommentars,ist ein weiterer baustein um das verschleierungskomplott dieser maschine.
es ist ein ungeheures verbrechen geschehen und das dreckige spiel was hier mit den angehoerigen gespielt wird
ist ein jahrtausend scandal.jeder der die wahrheit verschleiert macht sich zum komplizen der talibanverbrecher mahathir und ratzack zuzueglich kommunistischer nazifratze.

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