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21.08.2013

11:22 Uhr

Keine Verletzten

Bewaffneter Jugendlicher stürmt in US-Grundschule

Ein 19-Jähriger ist am Dienstag mit einer Waffe in eine Grundschule in Atlanta eingedrungen. Der Jugendliche lieferte sich ein Feuergefecht mit der Polizei, bevor er festgenommen werden konnte. Verletzt wurde niemand.

Polizisten vor der US-Grundschule in Atlanta, an der ein 19-Jähriger das Feuer auf Beamte eröffnete. Reuters

Polizisten vor der US-Grundschule in Atlanta, an der ein 19-Jähriger das Feuer auf Beamte eröffnete.

WashingtonEin bewaffneter Jugendlicher hat in einer Grundschule im US-Bundesstaat Georgia Angst und Schrecken verbreitet. Der 19-Jährige lieferte sich nach Medienberichten am Dienstag ein kurzes Feuergefecht mit der Polizei, bevor er sich ergab. Verletzt wurde niemand. Das Schulgebäude in Atlanta wurde evakuiert, alle Kinder und Angestellten konnten in Sicherheit gelangen, sagte der örtliche Polizeichef Cedric Alexander laut der Lokalzeitung „The Atlanta Journal-Constitution“.

Der Täter sei am Nachmittag mit einem Sturmgewehr in die Schule eingedrungen und habe einen Mitarbeiter aufgefordert, einen lokalen TV-Sender anzurufen. Er wolle das Fernsehen dabei haben, wenn er Polizisten erschieße, habe er gesagt. Dann verschanzte er sich im Schulbüro und feuerte von dort etwa sechs Schüsse auf die herbeieilenden Beamten ab. Der Schütze habe mehrere Waffen bei sich gehabt, darunter eine Kalaschnikow. Im Auto des Täters seien Sprengkörper gefunden worden, sagte Alexander. Das Motiv war unklar.

Amokläufe in den USA seit April 2012

April 2012

Bei einem Amoklauf an einem Privatcollege im nordkalifornischen Oakland kommen sieben Menschen ums Leben. Ein 43 Jahre alter ehemaliger Schüler stellt sich der Polizei. Er sei auf eine Angestellte und frühere Mitschüler wütend gewesen, erklärt er.

Juli 2012

Während der Mitternachts-Preview eines „Batman“-Films schießt ein 24-Jähriger in einem Kino der Stadt Aurora bei Denver (Colorado) um sich und tötet zwölf Menschen. 70 werden verletzt. Der Beginn des Hauptverfahrens ist für Februar 2014 geplant, dem Schützen droht die Todesstrafe.

August 2012

Mit einer Kalaschnikow feuert ein 23 Jahre alter frustrierter Angestellter in einem Supermarkt bei New York um sich und erschießt zwei Kollegen. Danach tötet er sich selbst.

August 2012

Eine geplante Zwangsräumung in Texas führt zu einer Schießerei mit drei Toten und vier Verletzten. Ein 35-Jähriger hatte sich in seiner Wohnung verschanzt und das Feuer eröffnet, als ein Polizist ihm den Räumungsbefehl übergeben wollte.

August 2012

Ein Ex-Soldat erschießt sechs Menschen in einem Sikh-Tempel in Wisconsin. Der Täter aus der rechten Szene stirbt durch eine Polizeikugel. Möglicherweise wollte er die Terroranschläge vom 11. September 2001 rächen und hielt die Sikhs für Muslime.

Dezember 2012

Beim bis dahin schlimmsten Amoklauf an einer US-Schule kommen 27 Menschen ums Leben, darunter 20 Kinder. Der 20-jährige Schütze tötet sich nach dem Blutbad in der Grundschule in Newtown (Connecticut) selbst.

Dezember 2012

In Pennsylvania sterben bei einem Amoklauf vier Menschen, darunter der Schütze. Er erschießt in einer Kirche eine Frau, einen Mann in dessen Wohnung und später einen Autofahrer. Bei einer Verfolgungsjagd feuert er auf Polizisten, bevor er selbst tödlich getroffen wird.

April 2013

Mit einem Messer geht ein 21-Jähriger an einem College in Texas wahllos auf Mitstudenten los und verletzt 14 von ihnen. Die Polizei fasst ihn kurz nach der Tat. Nach Medienberichten hatte der Mann seit längerem Gewaltfantasien.

Juni 2013

Ein Mann schießt auf dem Campus des Santa Monica College um sich und tötet vier Menschen. Zuvor zwang der Mann eine Autofahrerin mit vorgehaltener Waffe, ihn zum Campus zu fahren. Polizisten erschießen den Mann in einer benachbarten Bücherei. Quelle: dpa

In den USA sorgen immer wieder Schießereien an Schulen für Entsetzen. Im Dezember 2012 wurden 20 Kinder getötet, als ein Schütze an einer Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut das Feuer eröffnete.

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