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30.05.2011

16:40 Uhr

Killer angeheuert

Gierige Erben lassen Bankerin ermorden

Ein Raubmord, der keiner war: Zwei zu habgierigen Erben ist das Handy ihres Opfers zum Verhängnis geworden. Das Paar hatte das Vertrauen einer wohlhabenden alten Dame erworben - und dann einen Killer auf sie angesetzt.

KrefeldHabgierige Erben haben in Krefeld eine pensionierte Bank-Prokuristin ermorden lassen, um schneller „im Geld zu baden“. Das gut betuchte Ehepaar soll vor zweieinhalb Monaten einen bulgarischen Zuhälter als Killer auf die 75-Jährige angesetzt haben. Die 23.000 Euro Sold für den mutmaßlichen Killer bezahlten sie mit dem Sterbegeld der alten Dame, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Krefeld. Die 75-Jährige besaß 150.000 Euro Geldvermögen und mehrere Eigentumswohnungen. Das goldfarbene Handy des Opfers wurde den Mördern zum Verhängnis. Es lag in einem Mehrfamilienhaus in Mönchengladbach, das den Erben gehörte.

Zunächst war die Mordkommission von einem klassischen Raubmord ausgegangen und hatte 1500 junge Krefelder zur Speichelprobe gebeten. Doch der Aufwand war vergebens. Sechs Wochen nach der Tat tauchte dann eine ganz andere Spur auf, der Fall nahm eine dramatische Wende. Das goldfarbene Handy des Opfers wurde wieder eingeschaltet und konnte in Mönchengladbach bei einem Zuhälter geortet werden, der in einem Haus der Erben wohnte.

Gegen einen 43-jährigen Informatiker aus dem Kreis Heinsberg und seine 40-jährige Frau wurden Haftbefehle wegen Mordes erlassen. Beide legten Geständnisse ab. Das DNA-Profil des 29-jährigen Zuhälters stimmt mit den DNA-Spuren am Hals des Opfers und an leeren Schmuckschatullen in der Wohnung überein.

Kommentare (1)

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30.05.2011, 20:03 Uhr

"Der zwölfjährige Sohn des mutmaßlichen Mörderpaares erfuhr am vergangenen Freitag, dass seine bis dahin als bieder und unbescholten geltenden Eltern verhaftet wurden. Sie hatten finanziell keine Sorgen und sogar auf Bitte der Polizei selbst eine Belohnung zur Aufklärung des Falls ausgesetzt."

Soweit geht die Gier schon in DE: Menschen denen es sehr gut geht, kriegen den Hals nicht voll genug.

SYMPTOMATISCH für eine degenerierende Gesellschaft.

Das Kind ist der Leidtragende. Pervers.

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