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28.08.2012

16:36 Uhr

Kinderschänder

Dutroux' Komplizin will ins Kloster

Dutroux' Ex-Frau Michelle Martin wird vorzeitig aus der Haft entlassen und tauscht ihre Gefängniszelle nun gegen eine Zelle im Kloster. Gegen die Entscheidung des Gerichts hat es heftige Proteste in Belgien gegeben.

Michelle Martin im Jahr 2004 in Arlon. AFP

Michelle Martin im Jahr 2004 in Arlon.

BrüsselSie wurde als Komplizin des belgischen Kinderschänders zu 30 Jahren Haft verurteilt. Nach 16 Jahren hinter Gittern könnte Marc Dutroux' Ex-Frau Michelle Martin nun vorzeitig aus der Haft entlassen werden - und ihre Zelle im Gefängnis gegen eine Zelle im Kloster tauschen. Der belgische Kassationsgerichtshof dürfte am Dienstag der Entscheidung eines Gerichts in Mons von Ende Juli folgen, wonach die 52-Jährige im Rahmen eines Resozialisierungsplans unter Auflagen freigelassen wird. Gegen die Entscheidung hatte es in Belgien heftige Proteste gegeben.

Das Gericht in Mons hatte sich zum fünften Mal seit 2007 mit einem Antrag Martins auf vorzeitige Haftentlassung befasst. Am 31. Juli entschied das Gericht schließlich, dem Antrag nachzukommen. Martin muss sich nach den Auflagen von der Öffentlichkeit fern halten. Sie will in ein Kloster im Süden des Landes ziehen, jedoch nicht als Nonne leben.

Der ehemalige Lehrerin war seit 1996 inhaftiert, als sie zusammen mit Dutroux festgenommen wurde. Dem Paar wurden die Entführung, Gefangennahme und Vergewaltigung von sechs Mädchen und der Tod dreier Opfer zur Last gelegt. Am 22. Juni 2004 wurde Dutroux zu lebenslanger Haft verurteilt, Martin erhielt eine 30-jährige Haftstrafe.

Martin, die selbst Mutter dreier Kinder von Dutroux ist, wurde vor allem angelastet, dass sie zwei der verschleppten Mädchen in einem Kellerverlies verhungern ließ. Sie versperrte eigenhändig die Tür, hinter der die beiden Achtjährigen qualvoll starben. Martin gab dies im Prozess zu. Sie habe Angst vor den kleinen "Monstern" gehabt, die sie in dem Versteck hätten anfallen können, sagte sie. Marc Dutroux saß zur Tatzeit wegen anderer Delikte im Gefängnis.

Kommentare (1)

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lydia

29.08.2012, 12:11 Uhr

wie kann man solche kreaturen zum wiederholten male vorzeitig entlassen?!?!?!?!! dass es wiederholungstäter sind, auch nach vielen jahren der haft, hat sich doch bestätigt. meines erachtens ist der richter schuldig, wenn das nächste kind dieser kranken zum opfer fällt.

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