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21.07.2017

13:08 Uhr

Kirchen in Deutschland

Beide Konfessionen verlieren Mitglieder

Die Mitgliedschaft in der Kirche scheint immer unpopulärer zu werden. In Deutschland nimmt die Zahl katholischer und evangelischer Christen weiter ab. Als Hauptursache gelten Austritte und demographischer Wandel.

Die deutschen Kirchen verlieren Mitglieder. dpa

Kirche

Die deutschen Kirchen verlieren Mitglieder.

Bonn/HannoverRund 162 000 Menschen sind im vergangenen Jahr aus der katholischen Kirche ausgetreten. Die Austrittswelle war damit etwas kleiner als im Vorjahr (2015: 181 925), wie die Deutsche Bischofskonferenz am Freitag in Bonn mitteilte. Insgesamt nahm die Zahl der Katholiken in Deutschland aber weiter ab - von 23,76 Millionen auf 23,58 Millionen Kirchenmitglieder.

„Wir werden weniger, aber wir verlieren nicht unsere Aufgabe und unsere Anliegen. Menschen, Gesellschaft, Staat brauchen die Kirche“, erklärte der Sekretär der Bischofskonferenz, Hans Langendörfer. Man freue sich, dass etwa ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands der katholischen Kirche angehöre. Eine positive Entwicklung gab es für die Kirche zudem bei den Taufen - sie nahmen leicht von 167 226 auf 171 531 zu.

Auch die Zahl der evangelischen Christen in Deutschland ist im Jahr 2016 abermals leicht gesunken. Wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Freitag mitteilte, gehörten ihr Ende 2016 insgesamt rund 22 Millionen Menschen und damit knapp 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr an. Die EKD führt den leichten Rückgang vor allem auf den demografischen Wandel zurück. So starben im vergangenen Jahr 340 000 Mitglieder, 190 000 Menschen traten aus der Kirche aus. Erstmals seit drei Jahren seien wieder weniger Menschen ausgetreten als Mitglieder im selben Zeitraum durch Taufe (180 000) oder Aufnahme (25 000) hinzukamen.

Von

dpa

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