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03.05.2017

13:57 Uhr

Klage der Bild

„Focus-Online“ spricht von Zitaten, nicht Artikeldiebstahl

Die Burda-Tochter „Focus-Online“ wehrt sich gegen die Klage von „Bild“ und die erhobenen Vorwürfe des 'Artikelklaus'. Der Burda-Verlag vermutet hinter dem Streit eine Vermarktung der Bezahlschranke von „Bild-Plus“.

Der Burda-Verlag beantrage beim Landgericht Köln die Klage des Springer-Verlags als unzulässig und unbegründet zurückzuweisen. dpa

Focus Online

Der Burda-Verlag beantrage beim Landgericht Köln die Klage des Springer-Verlags als unzulässig und unbegründet zurückzuweisen.

Berlin„Focus-Online“ wehrt sich gegen Abschreib-Vorwürfe des Axel-Springer-Verlags. Die Burda-Tochter beantragte am Mittwoch beim Landgericht Köln, eine Klage von „Bild“ als unzulässig und unbegründet abzuweisen. „Die erhobenen Vorwürfe des 'Artikelklaus' und der wettbewerbswidrigen Behinderung entbehren jeder Grundlage“, teilte der Burda-Verlag mit. Das offensichtliche Ziel der Klage sei vielmehr, Informationen zu monopolisieren, die hinter der Bezahlschranke von „Bild-Plus“ veröffentlicht würden, um sie besser vermarkten zu können. Dies widerspreche aber dem grundgesetzlich geschützten Recht der Informations- und Meinungsfreiheit, argumentierte „Focus-Online“ am Tag der Pressefreiheit.

Der Streit dreht sich um Bezahl-Inhalte und wird von der Branche mit Spannung verfolgt. Denn viele Medien versuchen wegen sinkender Auflagen und Werbeumsätzen, mit journalistischem Inhalt im Internet Geld zu verdienen. Hierbei gilt Springer als Vorreiter und will Nutzer zur Kasse bitten. Springer sieht dieses Geschäftsmodell aber in Gefahr. Im Januar hatten die Berliner ihre Klage damit begründet, "dass 'Focus Online' systematisch exklusive Bezahl-Inhalte von 'Bild-Plus' abschreibt und zum Teil des eigenen Geschäftsmodells macht".

„Bild“-Chef Julian Reichelt hatte „Focus-Online“-Chef Daniel Steil bereits Mitte 2015 einen „digitalen Hühnerdieb“ genannt. Der ehemalige „Bild“-Journalist Steil blickt dem Rechtsstreit aber „sehr optimistisch“ entgegen: „Die Klage dient offenbar keinem juristischen Zweck, sondern der kampagnenartigen Diskreditierung eines erfolgreichen Mitbewerbers.“

Von

rtr

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