Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.01.2003

12:45 Uhr

Klage gegen Ausstellungsverbot angekündigt

An den Körperwelten scheiden sich die Geister

Nach dem Verbot der umstrittenen Leichenausstellung „Körperwelten“ in München wollen die Veranstalter die Schau vor Gericht durchsetzen.

Ein Plastinat aus "Körperwelten" Foto: dpa

Ein Plastinat aus "Körperwelten" Foto: dpa

HB/dpa HEIDELBERG/MÜNCHEN. „Wir beraten uns derzeit mit unseren Anwälten und werden sehr bald Klage einreichen“, sagte am Donnerstag eine Sprecherin des Heidelberger Instituts für Plastination. „Alle verfügbaren Rechtsmittel“ würden ausgeschöpft, damit „Körperwelten“ auch in München gezeigt werden könne.

Die Münchner Behörden hatten am Mittwoch untersagt, dass die Wanderausstellung des Anatomie-Professors Gunther von Hagens vom 22. Februar an in der Landeshauptstadt gezeigt wird. Die Schau verstoße gegen das Bestattungsrecht und die Menschenwürde.

„Das Verbot der Ausstellung ist eine weltweit einmalige Zensur der musealen Präsentation medizinisch-anatomischer Präparate seit der Renaissance“, kritisierten die Veranstalter. Die Ausstellung, bei der mehr als 200 menschliche Präparate gezeigt werden, war schon in mehreren deutschen Städten ein großer Publikumserfolg.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×