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29.09.2012

15:21 Uhr

Klinikum in München

Neue Details in der Organspende-Affaire

In der Münchner Organspenden-Affäre kommen immer neue Details ans Licht. Im Klinikum Rechts der Isar sollen einem Medienbericht zufolge auch schwerstkranken Patienten Spenderorgane transplantiert worden sein.

huGO-BildID: 28160156 ARCHIV - Die Fassade des Klinikums rechts der Isar in München (Oberbayern), aufgenommen am 08.10.2008. Rund zwei Monate nach Bekanntwerden mutmaßlicher Manipulationen bei der Organvergabe in Deutschland sind Prüfer bei neuen Kontrollen auf Auffälligkeiten in München gestoßen. «Für das Münchner Zentrum im Klinikum rechts der Isar bedurfte es der Einleitung einer Sonderprüfung, da hier mehrere Auffälligkeiten bestehen», teilte die Bundesärztekammer mit. Foto: Lukas Barth/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ dpa

huGO-BildID: 28160156 ARCHIV - Die Fassade des Klinikums rechts der Isar in München (Oberbayern), aufgenommen am 08.10.2008. Rund zwei Monate nach Bekanntwerden mutmaßlicher Manipulationen bei der Organvergabe in Deutschland sind Prüfer bei neuen Kontrollen auf Auffälligkeiten in München gestoßen. «Für das Münchner Zentrum im Klinikum rechts der Isar bedurfte es der Einleitung einer Sonderprüfung, da hier mehrere Auffälligkeiten bestehen», teilte die Bundesärztekammer mit. Foto: Lukas Barth/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

MünchenEs gehe zunächst um falsche Laborwerte, aber auch um Patienten, die aufgrund ihrer fortgeschrittenen Tumorleiden keine Transplantation mehr hätten bekommen dürfen, sagte Bundesärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery dem Magazin „Focus“. Der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Reiner Gradinger, hatte am Donnerstag Auffälligkeiten in einzelnen Fällen eingeräumt. Er berief sich dabei auf den Bericht einer internen Arbeitsgruppe, die 163 Lebertransplantationen untersucht hatte. Die Staatsanwaltschaft in München prüft, ob ein Anfangsverdacht für eine Straftat vorliegt und schaltete einen Gutachter ein.

Das Münchner Uniklinikum selbst hat den Vorwurf zurückgewiesen. „Das sehen wir natürlich anders. So ist das nicht gewesen. Ich bin sehr überrascht über die Aussage von Herrn Montgomery“, sagte der Leiter des Transplantationszentrums der Klinik, Uwe Heemann, am Samstag der Nachrichtenagentur dpa in München. Die Untersuchungen der Münchner Fälle seien noch nicht abgeschlossen, umso verwunderlicher seien die Vorwürfe.

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Von

dpa

Kommentare (2)

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Orgel-Shop

29.09.2012, 15:11 Uhr

Wer Hungerstreikt soll vorher gefälligst seine Organe zur Spende freigeben!

rEIkI-direkt.de

29.09.2012, 16:09 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

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