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22.03.2006

11:58 Uhr

Knallende Korken

Sektabsatz steigt – aber nur im Ausland

Würde man die Feierlaune der Deutschen in Sektkonsum messen, dann gebe es hier zur Zeit wenig zum Feiern. Ganz anders im europäischen Ausland.

Eine Mitarbeiterin kontrolliert Flaschen in der Rotkäppchen-Mumm-Sektkellerei in Freyburg. Foto: dpa

Eine Mitarbeiterin kontrolliert Flaschen in der Rotkäppchen-Mumm-Sektkellerei in Freyburg. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. Deutschlands Sekthersteller haben im vergangenen Jahr vor allem dank guter Auslandsgeschäfte erstmals seit 2002 wieder mehr Schaumwein verkauft als im Vorjahr. Sie setzten zusammen 332,2 Mill. Liter Sekt ab und damit 1,7 Prozent mehr als 2004, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Inland gab es nur ein Plus von nur 0,4 Prozent auf 312,2 Mill. Liter. Der Export zog dagegen um 30,4 Prozent auf 19,8 Mill. Liter an. Vor allem die Ausfuhren in die EU-Länder stiegen mit einem Plus von 34,6 Prozent auf 13,5 Mill. Liter kräftig.

In andere Länder gingen 6,2 Millionen Liter Schaumwein (plus 22,0 Prozent). Der Auslandsabsatz macht nur einen geringen Anteil am Gesamtabsatz aus: 94 Prozent des verkauften Schaumweines blieb 2005 im Inland. In den Vorjahren waren die Absatzmengen gesunken, am stärksten im Jahr 2002 mit einem Minus von 8,6 Prozent.

2001 hatte es zuletzt ein Plus gegeben, und zwar um 1,9 Prozent. Diesen Anstieg führen die Statistiker auf einen „Millennium-Effekt“ zum Jahreswechsel von 2000 auf 2001 zurück. Die Statistiker ermitteln den Sektabsatz mit Hilfe der Schaumweinsteuerstatistik, die auch Obst- und Fruchtschaumweine umfasst. Diese Schaumweine machten 2005 einen Anteil von 1,6 Prozent am Gesamtabsatz aus.

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