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22.07.2013

15:18 Uhr

Königliche Geburt

Britische Wirtschaft hofft auf „Royal Baby“-Effekt

Nicht nur Medien und Royal-Fans freuen sich über den königlichen Nachwuchs. Auch der britische Einzelhandel frohlockt. Er erhofft sich Millioneneinnahmen durch das „Royal Baby“.

Eine Britin mit Geschenken für das Baby. Die britische Wirtschaft erhofft sich einen Boom durch den royalen Nachwuchs. AFP

Eine Britin mit Geschenken für das Baby. Die britische Wirtschaft erhofft sich einen Boom durch den royalen Nachwuchs.

LondonNicht nur britische Royalisten fiebern der Geburt des Kindes von Herzogin Kate und Prinz William entgegen. Experten gehen davon aus, dass der neue Thronfolger der Wirtschaft auf der Insel einen Schub von 240 Millionen Pfund geben wird. Es ist nach der Hochzeit des Paares im April 2011 und dem 60. Thronjubiläum von Königin Elizabeth II. im Juni 2012 das dritte Großereignis der Royals in jüngerer Vergangenheit, das den Einzelhandel beglücken dürfte. Die Geburt sei „eine gute Nachricht ohne Schattenseiten“, sagt Joshua Bamfield vom Zentrum für Einzelhandelsforschung.

Bamfield zufolge arbeiten einige Hersteller seit Monaten mit Volldampf, um die Nachfrage befriedigen zu können. Da wären die Strampler mit dem Schriftzug „Born to Rule“ („Zum Herrschen geboren“) oder die limitierte Sonderausgabe der Einweg-Windeln der Firma gNappies in lila mit einer kleinen Krone am Po. „Seit wir unsere Mini-Kollektion gestartet haben, gab es einen großen Ansturm“, sagt die Besitzerin eines Babyladens Reuters TV. „Einige Teile waren sogar nach wenigen Tagen ausverkauft.“

Aber es ist nicht nur die Kleidung: Bamfield schätzt, dass die Briten bei den Geburtsfeiern 62 Millionen Pfund für Alkohol und 25 Millionen für Partyessen ausgeben werden.

Der britische Einzelhandel profitiert ohnehin vom sogenannten „Kate-Effekt“: Was die Herzogin anzieht, findet sich schnell auf den Kleiderstangen wieder. Nun dürfte das Phänomen auf ihr Kind übergehen. „Ich gucke mir auf jeden Fall an, was sie kauft“, sagt die Schwangere Robin Bennett zur Babykleidung. „Wenn sie es kauft, muss es gut sein.“ Der Trend, so hofft der Einzelhandel, wächst dann mit dem Kind mit. Mit Spannung kann dann auf die erste Rassel oder das erste Fahrrad gewartet werden.

Von

rtr

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