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22.12.2014

12:14 Uhr

Königsfamilie Spanien

Infantin Cristina wegen Steuervergehen vor Gericht

Es ist der erste Prozess gegen ein Mitglied der Königsfamilie: Wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung muss nun auch Infantin Cristina vor Gericht. Bereits seit 2010 wird unter anderem gegen ihren Ehemann ermittelt.

Cristinas Ehemann wird vorgeworfen, sechs Millionen Euro Spendengelder veruntreut zu haben, Cristina soll davon gewusst haben. dpa

Cristinas Ehemann wird vorgeworfen, sechs Millionen Euro Spendengelder veruntreut zu haben, Cristina soll davon gewusst haben.

MadridDie spanische Infantin Cristina muss sich wegen mutmaßlichen Steuerbetrugs vor Gericht verantworten. Ein Richter in Palma de Mallorca entschied am Montag, dass der Schwester des spanischen Königs Felipe VI. im Zusammenhang mit illegalen Geschäften ihres ebenfalls beschuldigten Ehemannes Iñaki Urdangarin der Prozess gemacht wird.

Es ist das erste Mal, dass sich ein Mitglied der spanischen Königsfamilie vor Gericht verantworten muss. Angeklagt ist die 49-jährige Cristina wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung in zwei Fällen. Die Ermittlungen in dem Korruptionsverfahren dauern seit 2010 an. Insgesamt müssen sich 17 Angeklagte vor Gericht verantworten.

Dem früheren Handballstar Urdangarin wird vorgeworfen, gemeinsam mit einem früheren Geschäftspartner sechs Millionen Euro Spendengelder für die Wohltätigkeitsorganisation Noos veruntreut zu haben, deren Vorsitzender er war. Seine Ehefrau war Mitglied im Vorstand von Noos. Für den 46-jährigen Schwager des Königs hatte die Staatsanwaltschaft knapp 20 Jahre Haft gefordert. Der Sonderstaatsanwalt für Korruptionsvergehen, Pedro Horrach, hatte allerdings dafür plädiert, gegen Felipes Schwester keine Anklage zu erheben und das Verfahren gegen die Infantin einzustellen.

Der Ermittlungsrichter entschied jedoch, dass das Gesuch eines Nebenklägers ausreiche, Cristina unter Anklage zu stellen. Die Gewerkschaft Manos Limpias (Saubere Hände) hatte als Nebenkläger für die Infantin acht Jahre Haft gefordert.

Gegen die Entscheidung des Richters ist im Prinzip kein Einspruch möglich. Es wird erwartet, dass der Prozess in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres eröffnet wird. Nach der Entscheidung Castros sollen insgesamt 17 Beschuldigte auf der Anklagebank sitzen. Dazu soll auch der Ex-Regierungschef der Balearen und frühere spanische Umweltminister Jaume Matas gehören.

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Die Ermittler vermuten, dass ein zweites und gemeinsam von dem Ehepaar geführtes Unternehmen namens Aizoon zum Zweck der Geldwäsche der Spenden für Noos genutzt wurde. Die vierfache Mutter Cristina beteuert, nichts von den mutmaßlichen Machenschaften gewusst und in finanziellen Dingen vollkommen ihrem Mann vertraut zu haben.

Das Königshaus erklärte, es respektiere die Unabhängigkeit der Justiz. Cristina steht auf dem sechsten Rang in der spanischen Thronfolge. Sie muss nach der Entscheidung des Richters eine Sicherheit von 2,6 Millionen Euro hinterlegen.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

22.12.2014, 12:30 Uhr

Infantin Cristina wegen Steuervergehen vor Gericht

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UNDENDLICHE KORRUPTION EUROPA-WEIT !!!

Könige...Infantinnen...Prinzen...Präsidenten...

Minister...Abgeordnete...Beamten...Polizisten...

ABER DIE 500 MILLIONEN EUROPÄER WACHEN NICHT AUF !!!

Und schauen noch weiterhin nach oben und Lobpreisen

dieses EU-CLAN !!!


Account gelöscht!

22.12.2014, 19:03 Uhr

Eine Gewerkschaft, die sich "saubere Hände" nennt, ist ein Widerspruch in sich - kann nichts anderes sein.

Brüderchen kann sie dann ja notfalls begnadigen - wenn sie es nicht vorzieht, mit den Kindern im schönen Genf zu bleiben, in der Schweiz, jawoll.

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