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29.12.2011

12:04 Uhr

Kokain-Mafia

Mexikanischer Drogenboss gefasst

Ein bekannter Schmuggler, genannt „Der Blonde“, wurde am Flughafen in Mexikos Hauptstadt aufgegriffen. Für das Sinaloa-Kartell soll er tonnenweise Kokain in die USA transportiert haben.

Immer wieder werden in Mexiko Schmuggler der Drogen-Kartelle festgenommen. dpa

Immer wieder werden in Mexiko Schmuggler der Drogen-Kartelle festgenommen.

Mexiko-StadtDie mexikanische Polizei hat einen berüchtigten Schmuggler der Drogenmafia festgenommen. Luis Rodríguez Olivera alias «El Güero» (der Blonde) wurde am Flughafen von Mexico-Stadt gefasst, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Der 39-Jährige soll nach Angaben des Ministeriums für öffentliche Sicherheit vor allem im Auftrag des Sinaloa-Kartells zwischen 1996 und 2008 tonnenweise Kokain in die USA gebracht haben. Diese hatten eine Belohnung von fünf Millionen Dollar (etwa 3,8 Millionen Euro) für seine Ergreifung ausgesetzt.

Den Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI und der mexikanischen Behörden zufolge war Rodríguez Olivera Kopf der Bande «Los Güeritos» (Die Blondschöpfe), die eng mit dem Sinaloa-Kartell zusammenarbeitet. Laut der FBI-Webseite spielte er eine entscheidende Rolle bei der Erschließung und Pflege von Kontakten zu Drogen-Lieferanten in Kolumbien und Peru.

Unterdessen entdeckten die mexikanischen Behörden im nördlichen Bundesstaat Nuevo León sieben in illegalen Gräbern verscharrte Leichen. Sie wurden nach der Zerschlagung einer Entführerbande entdeckt, die mehrere Morde zugegeben hatten. Die mutmaßlichen Opfer waren in den Gemeinden Montemorelos und Linares, etwa 120 Kilometer nördlich von Monterrey, verscharrt worden. Die Ermittler schlossen weitere Leichenfunde nicht aus.

Im Norden Mexikos wurden dieses Jahr bereits über 50 Massengräber mit mehr als 470 Leichen entdeckt. Dabei handelte es sich vermutlich meistens um Opfer von Drogenbanden. Seit Staatschef Felipe Calderón der Drogenmafia bei seinem Amtsantritt vor fünf Jahren den Krieg erklärt hatte, wurden in Mexiko mehr als 45.000 Menschen getötet.

Von

afp

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