Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.10.2011

17:36 Uhr

Konferenz in Sibirien

Ein Yeti kommt selten allein

Wissenschaftler aus sieben Ländern sind dem sagenumwobenen Schneemenschen Yeti bei einer Konferenz in Sibirien auf den Fersen. Die Forscher planen einen Ausflug - und hoffen auf ein Treffen mit dem Fabelwesen.

Ein im Jahr 1951 im Himalaya aufgenommenes Bild soll eine Yeti-Fußspur zeigen. dpa

Ein im Jahr 1951 im Himalaya aufgenommenes Bild soll eine Yeti-Fußspur zeigen.

MoskauEs wird eng für den Yeti. Wissenschaftler aus sieben Ländern sind dem sagenumwobenen Schneemenschen bei einer Konferenz in Sibirien auf den Fersen - davon sind sie zumindest überzeugt. In der Stadt Taschtagol, rund 3200 Kilometer östlich von Moskau, präsentieren sie verblüffendes Detailwissen. „Bei uns heißt der Yeti Bigfoot und jagt Hirsche“, erklärt der kanadische Biologe John Bindernagel nach Angaben örtlicher Medien. Dagegen seien russische Yetis Vegetarier, merkt der Moskauer Experte Anatoli Fokin an: „Er liebt Hafer.“ Die Forscher planen bei der bis Samstag laufenden Konferenz einen Ausflug - und hoffen auf ein Treffen mit dem Fabelwesen.

Die Legende des Yeti ist viele Jahrzehnte alt. Seriöse Beweise für die Existenz eines solchen Wesens gibt es aber nicht. Die Expertenrunde in Sibirien nimmt ihre Forschungen dennoch ernst.

„Das Interesse am Yeti ist international geradezu explosionsartig gestiegen. In den USA wurden jetzt seine DNA-Spuren gesichert“, sagt Igor Burzew. Der russische Wissenschaftler ist Leiter dieser ersten Yeti-Konferenz im Riesenreich seit 1958. Aus Schweden, Estland, den USA, der Mongolei, China und Kanada sind Forscher angereist. Sie alle vereine ein Ziel, betont Jeff Meldram aus dem US-Bundesstaat Idaho: „Wir wollen im Terrain zumindest Spuren finden.“ Der Yeti-Fuß sei nämlich „sehr interessant gebaut“, unterstreicht der Anthropologe mit Verweis auf vermeintliche Abdrücke des Wesens im Yellowstone-Nationalpark. „Yetis heben ihre Ferse fast senkrecht an.“

Von „unschätzbarem Wert“ für die Forscher sind die vielen „Yeti-Sichtungen“ in dem Gebiet Kemerowo, in dem der Tagungsort liegt. „Er ging seltsam gebückt und war sicher kein Bär“, sagt der Jäger Sergej Karpow nach Angaben der Agentur Interfax. Und er schiebt gleich hinterher: „Ich schwöre, dass ich nicht betrunken war.“ Der Hirte Asat Chaschijew spricht von einem „menschenähnlichen Wesen mit dunkler Wolle“.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×