Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.01.2004

16:20 Uhr

Konkurrenz für Beagle 2

Nasa-Landegerät «Spirit» auf Weg zum Mars

In der Nacht zum Sonntag soll das Landegerät «Spirit» der Nasa auf dem Mars ankommen und Daten zur Erde senden. Der europäische «Beagle 2» ist indes noch immer verschollen.

HB BERLIN.

Eine Sonde der amerikanische Weltraumbehörde Nasa ist auf dem Weg zum Mars. Sie transportiert das Landegerät «Spirit», das in der Nacht zum Sonntag in einem Krater südlich des Mars-Äquators aufsetzen soll. Von dort soll «Spirit» dann Kontakt mit der Bodenkontrolle aufnehmen.

«Wir haben alles getan, um den Erfolg dieser Mission sicherzustellen», sagte Nasa-Direktor Charles Elachi. Eine Garantie gebe es jedoch nicht. Andere Mitarbeiter der Mission sagten, eine sichere Landung hänge allein von den Bedingungen auf dem Mars ab. «Ein Windstoß oder ein spitzer Stein könnte uns einen schlechten Abend bescheren», sagte der leitende Wissenschaftler der Mission, Steve Squyres.

Die Weltraumbehörde erwartet, schon zehn Minuten nach der Landung von «Spirit» zu hören. Probleme bei der Übertragung könnten die Kontaktaufnahme jedoch auch um bis zu 24 Stunden verzögern. «Beagle 2», das an Weihnachten auf dem Mars gesandte entsprechende Gerät der europäischen Weltraumbehörde Esa, ist seit seiner vermuteten Landung verschollen.

Zu dem 820 Millionen Dollar teuren Projekt der Nasa gehört auch eine weitere, baugleiche Landeeinheit, «Opportunity», die am 24. Januar auf dem Mars landen soll. Die beiden Rover sollen 90 Tage im Mars-Gestein und in Bodenproben nach Hinweisen auf Wasser suchen. «Wir sehen Hinweise, dass der Mars vielleicht einmal ein ganz anderer Ort war», sagte Squyres.

Die letzte Mars-Mission schlug 1999 fehl. Damals stürzte der «Polar Lander» wegen eines Software-Fehlers über dem Mars ab. Eine andere Nasa-Mission verlief unterdessen bereits in der Nacht zum Samstag erfolgreich. Die unbemannte Sonde «Stardust» flog durch die Gaswolke um den Kometen «Wild 2» und sammelte Staubpartikel des Himmelskörpers ein. Von den Partikeln erhoffen sich die Forscher Aufschluss über den Beginn unseres Sonnensystems.

«

Stardust» soll im Januar 2006 wieder an der Erde vorbeifliegen und einen Behälter mit den gesammelten Staubproben über dem US-Staat Utah fallen lassen. «Wild 2» wurde 1978 von einem Schweizer Astronom entdeckt. Der Komet ist mit einem Teleskop von der Erde aus sichtbar.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×