Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.04.2011

16:59 Uhr

Kontamination

Stark erhöhte Radioaktivität im Atommülllager Asse

Die Radioaktivität vor einer Kammer des Atommülllagers Asse steigt rapide an. Innerhalb von drei Jahren hätten sich die Messwerte mehr als verdoppelt, warnt das Bundesamt für Strahlenschutz.

Im ehemaligen Bergwerk Asse II werden heute Fässer mit radioaktivem Atommüll gelagert. Quelle: dapd

Im ehemaligen Bergwerk Asse II werden heute Fässer mit radioaktivem Atommüll gelagert.

RemlingenIm Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel ist die Radioaktivität vor einer Einlagerungskammer stark gestiegen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) maß in einem Bohrloch vor der Kammer zwölf eine Aktivität von 240.000 Becquerel Cäsium 137 pro Liter, wie Behörden-Sprecher Werner Nording am Donnerstag mitteilte. 

Das Bohrloch sei vom früheren Asse-Betreiber Helmholtz Zentrum eingerichtet worden. 

„Das ist der bislang höchste Wert von Cäsium 137 in einer Lösungsprobe, der in der Asse nach dem Ende der Einlagerung im Jahr 1978 gemessen wurde“, sagte Nording. In einer geringeren Konzentration wurde in der Lösung auch das Radionuklid Kobalt 60 festgestellt. Das Helmholtz Zentrum habe im Jahr 2008 in demselben Bohrloch noch eine Aktivitätskonzentration von etwa 90.000 Becquerel pro Liter gemessen, erklärte Nording. Damit habe sich die Aktivitätskonzentration an dieser Messstelle innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppelt. 

Die hohen Werte wurden in der Nähe des sogenannten Laugensumpfes vor der Kammer zwölf in 750 Metern Tiefe gemessen. Dass dieser Sumpf aus kontaminierter Salzlösung besteht, ist bereits seit 1994 bekannt. Bei dieser Flüssigkeit handelt es sich nach BfS-Angaben nicht um die von außen in das Bergwerk sickernden Zutrittswässer. Die Kontaminationen gehen offenbar auf die in der Kammer lagernden Abfälle zurück. 

Die Strahlenschützer des BfS hätten alle erforderlichen Schutzmaßnahmen zur Sicherheit der Beschäftigten getroffen, sagte Nording. Die Behörde habe eine Genehmigung, mit diesen radioaktiven Lösungen umzugehen.

 

Von

dapd

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Otto

14.04.2011, 18:31 Uhr

Da gibt es nur eine Lösung - Räumung von Asse. Die Arbeiten sind zu erledigen durch die Atomlobby: Merkel, Mapus, Gönner und die gesamten Vorstände der Atomindustrie. Es kann nicht sind, dass die unterbezahlten Arbeiter damit verseucht werden.

VMC

14.04.2011, 21:48 Uhr

Nein, Nein, Nein!
Leute lasst euch nicht verunsichern. Unsere Endlager sind sicher, das ist sicher. Diese stark tendenzielle Nachricht ist doch bloß Wasser auf die Mühlen der Atomkraftgegner.
Wie ungefährlich diese Situation für die Bevölkerung ist, wurde soeben im Regionalfernsehen Wolfenbüttel gezeigt.
Der Bürgrermeister des nahe gelegenen Ortes Denkste aß demonstrativ ein dort großgezogenes Radieschen von der Größe einer Melone.

dissident

14.04.2011, 22:35 Uhr

bald haben wir auch unseren wohlverdienten gau ;-)

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×