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29.03.2006

14:27 Uhr

Kopenhagener Wahrzeichen

Meerjungfrau soll vor Grapschern geschützt werden

Sie wird Tag für Tag betatscht, gestreichelt und verunstaltet – und kann sich noch nicht einmal dagegen zur Wehr setzen. Deshalb soll die Kleine Meerjungfrau, das Wahrzeichen von Kopenhagen, nun vor Übergriffen dieser Art geschützt werden.

Die Kleine Meerjungfau soll vor aufdringlichen Touristen in Sicherheit gebracht werden. Foto: dpa

Die Kleine Meerjungfau soll vor aufdringlichen Touristen in Sicherheit gebracht werden. Foto: dpa

HB KOPENHAGEN. Die weltberühmte Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen soll „umziehen“, weil Besucher sie nach Meinung der Behörden zu heftig betatschen und immer wieder „merkwürdige Dinge mit ihr anstellen“. Wie ein Sprecher der Stadtverwaltung am Mittwoch im Rundfunk angab, wird derzeit untersucht, wie die auf einem Felsen am Ufer platzierte Nymphe aus Bronze so weit ins Wasser zurückgezogen werden kann, dass sie für „Zudringlichkeiten“ nicht mehr erreichbar ist.

Der seit 1913 auf ihrem Platz am Langelinie-Kai sitzenden und nur 1,25 Meter großen „Lille Havfrue“ aus dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen wurde 1964 und 1998 jeweils der Kopf und zwischendurch auch ein Arm abgesägt. 2003 stießen sie Unbekannte ganz ins Wasser. Ausgerechnet zum Weltfrauentag am 8. März wurde sie mit einem Plastikpenis ausgestattet.

Jährlich bestaunen mehr als eine Million Touristen das Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt. Der Bildhauer Edvard Erikson hatte die Figur nach dem Kopf der Balletttänzerin Ellen Price und dem Körper seiner Ehefrau Eline geformt. Die Ballerina wollte nicht unbekleidet Modell sitzen.

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