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22.01.2007

15:08 Uhr

Kriminalität

Chef der „Schlapphut-Bande“ in Polen festgenommen

Der mutmaßliche Anführer der berüchtigten deutsch-polnischen „Schlapphut-Bande“ ist gefasst: Zielfahnder des Berliner Landeskriminalamts stellten den seit Jahren gesuchten Kriminellen in Nordwestpolen. Er und seine Komplizen waren durch ihre Vorliebe für Kopfbedeckungen bekannt geworden.

Die Potsdamer Polizei präsentiert Waffen der Schlapphutbande, die bereits im Jahr 2006 bei vier Verdächtigen sichergestellt wurden. Foto: dpa dpa

Die Potsdamer Polizei präsentiert Waffen der Schlapphutbande, die bereits im Jahr 2006 bei vier Verdächtigen sichergestellt wurden. Foto: dpa

HB BERLIN/WARSCHAU. Der Mann sei in Polen festgenommen worden, teilten am Montag die Polizeibehörden in Berlin und Warschau mit. Nach Angaben der Polizeizentrale in Warschau wurde der Mann in der nordwestpolnischen Stadt Bytow gefasst. Mit ihm seien drei mutmaßliche Komplizen - zwei Männer und eine Frau - gefasst worden.

Die Polizisten fanden den Angaben zufolge Sprengstoff, Waffen und Munition im Versteck der Bande. Der Gang wird eine der größten Serien von Banküberfällen in der deutschen Nachkriegsgeschichte zur Last gelegt. Vier der Verdächtigen, die bei ihren Überfällen vorzugsweise Schlapphüte trugen, saßen bereits in Haft. Die deutsch-polnische Bande hat den Ermittlungen zufolge zwischen Anfang 2002 und September 2005 insgesamt 52 brutale Überfälle zumeist auf Banken und Sparkassen in sieben Bundesländern verübt und rund 3,6 Mill. Euro erbeutet.

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