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29.07.2015

08:54 Uhr

Krise in der Ukraine

Kiew verhängt Einreiseverbot gegen Depardieu

Der Sensenunterricht bei Weißrusslands Diktator Alexander Lukaschenko war dann doch zu viel: Schauspieler Gérard Depardieu darf fünf Jahre lang nicht in die Ukraine einreisen. Der Wahl-Russe dürfte das verkraften können.

Fünf Jahre Einreiseverbot

Depardieu: „Ukraine ist Teil von Russland“

Fünf Jahre Einreiseverbot: Depardieu: „Ukraine ist Teil von Russland“

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KiewDie Ukraine hat Gérard Depardieu zur unerwünschten Person erklärt. Der Schauspieler dürfe das Land für fünf Jahre nicht betreten, meldete die Nachrichtenwebsite Apostrof am Dienstag. Als Beleg veröffentlichte sie einen Brief, der vom Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU) stamme.

Demnach wurde das Einreiseverbot gegen Depardieu „im Interesse der Gewährleistung der Sicherheit unseres Staates“ verhängt. Der Schauspieler hatte 2013 die russische Staatsbürgerschaft angenommen, um den hohen Steuern in seinem Heimatland Frankreich zu entgehen.

Auch politisch schlug er sich zunehmend auf die Seite Moskaus und billigte unter anderem die russische Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim. Damit zog er den Zorn der Regierung in Kiew auf sich.

Die Nachrichtenagentur Interfax meldete unter Berufung auf die SBU-Sprecherin Elena Gitlanskaja, das Einreiseverbot gegen Depardieu sei auf Betreiben des ukrainischen Kulturministeriums erfolgt. Es hatte kürzlich eine Liste mit Schauspielern, Musikern und anderen Kulturschaffenden vorgelegt, die vom Ministerium als Bedrohung für die Sicherheit eingestuft werden.

Von

dpa

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