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25.03.2011

11:40 Uhr

Krokodil, Koks und Kohle

Die sonderbaren Fundstücke der Zollfahnder

Wenn Frankfurts Zollfahnder Gepäck kontrollieren, kann es auch mal den ein oder anderen wunderlichen Fund geben. Da tauchen neben Drogen und Bargeld in rauen Mengen auch gerne mal Pfeife rauchende Mini-Krokodile auf.

Eine ghanaische Wildkatze und eine Meeresschildkröte gehören zu den besonderen Funden des Zolls in Frankfurt. Quelle: dpa

Eine ghanaische Wildkatze und eine Meeresschildkröte gehören zu den besonderen Funden des Zolls in Frankfurt.

FrankfurtGrotesk, skurril und schockierend ist die Ausbeute des Frankfurter Zolls aus dem vergangenen Jahr: Ein Pfeife rauchendes Mini-Krokodil, in trübem Schnaps eingelegte Schlangen und ein Wildkatzen-Bettvorleger aus Ghana sind nur einige Beispiele. 836 Verstöße gegen das Artenschutzgesetz verzeichnete der Zoll an Deutschlands größtem Flughafen, rund 100 mehr als 2009. Darunter waren etwa 2.700 lebende Tiere.

Schwerpunkt der Fahnder war aber die Rauschgiftkriminalität. Rund eine Tonne Drogen wurden einkassiert, 100 Kilogramm mehr als 2009. „Die Einfuhr von nicht zugelassenen Arzneimitteln, insbesondere Dopingpräparaten, hat im Jahr 2010 drastisch zugenommen“, sagte die Leiterin des Zollfahndungsamts Frankfurt, Pia Wiedemann. 39 Drogenkuriere, die ihren Körper als Versteck nutzten, wurden überführt. 17 Verdächtige konnten in ihren Ländern festgenommen werden, nachdem 82 am Flughafen entdeckte Rauschgiftsendungen mit Wissen der Ermittler an die Empfänger weiter geleitet wurden.

Auch die Zahl der Bargeldfunde stieg um rund 3 auf 47,2 Millionen Euro an - unter anderem mit Hilfe eines speziell auf das Erschnüffeln von Scheinen abgerichteten Spürhundes.

Von

dpa

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