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16.03.2012

18:18 Uhr

Kuba-Besuch

Benedikt XVI. trifft vielleicht Fidel Castro

Beim Kuba-Besuch des Papstes könnte es zu einem Treffen zwischen dem Kirchenoberhaupt und dem langjährigen Staatschef Fidel Castro kommen. Benedikt XVI. habe sich dafür zur Verfügung gestellt, hieß es aus Rom.

Arbeiter bereiten in Havanna ein Gerüst für den Besuch von Papst Benedikt XVI. vor. Am 23. März bricht Papst Benedikt XVI. zu einem Besuch Mexikos und Kubas auf. dpa

Arbeiter bereiten in Havanna ein Gerüst für den Besuch von Papst Benedikt XVI. vor. Am 23. März bricht Papst Benedikt XVI. zu einem Besuch Mexikos und Kubas auf.

Vatikanstadt/HavannaPapst Benedikt XVI. wird bei seinem Besuch in Kuba möglicherweise auch mit dem langjährigen Staatschef Fidel Castro zusammentreffen. Ein solches Treffen sei eine „Möglichkeit“, Benedikt XVI. werde dafür „zur Verfügung stehen“, sagte Papstsprecher Federico Lombardi am Freitag. Die katholische Kirche in Havanna zeigte sich erleichtert darüber, dass eine Kirchenbesetzung durch Dissidenten nach zwei Tagen friedlich beendet wurde.

Der Papst besucht den kommunistischen Karibikstaat vom 26. bis zum 28. März. Das katholische Kirchenoberhaupt soll mit Präsident Raúl Castro, dem Nachfolger und Bruder des langjährigen Staatschefs, im Präsidentenpalast zusammenkommen. Ein Treffen mit dem schwer erkrankten Fidel Castro gehört bisher nicht zum offiziellen Besuchsprogramm. Lombardi sagte, das Treffen sei „möglich“, wenn Fidel Castro dies wünsche. Dass der Papst mit einer Gruppe von Dissidenten zusammenkommen werde, glaube er nicht, fügte der Papstsprecher hinzu.

Die katholische Kirche zeigte sich erleichtert über das Ende der Besetzung der Basilika im Zentrum Havannas. Selbst in Oppositionskreisen sei die Ansicht verbreitet, dass eine solche Besetzung „keine gute Initiative ist“, sagte der Vatikansprecher.

Die kubanische Polizei hatte am Donnerstagabend die Kirche geräumt, die zwei Tage lang von Dissidenten besetzt war. Wie ein Sprecher des katholischen Gotteshauses mitteilte, eskortierten Beamte die 13 Oppositionellen aus der Kirche. Die Einsatzkräfte hatten dem Kardinal der kubanischen Hauptstadt demnach zuvor zugesichert, bei der Räumung keine Waffen zu tragen.

Die Dissidenten seien auf einer Polizeiwache erkennungsdienstlich behandelt worden, sagte ihr Sprecher Vladimir Calderon, ein 47-jähriger Architekt. Sie hätten sich geweigert, eine Erklärung zu unterzeichnen, in der die Aktion als Störung der öffentlichen Ordnung bezeichnet wurde.

Die Dissidenten hatten während der Besetzung gefordert, dass sich der Papst bei seinem Kuba-Besuch für eine politische Öffnung des Landes einsetzt. Sie verlangten ferner die Freilassung politischer Gefangener und ein Ende der Unterdrückung von Regierungsgegnern.

Von

afp

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