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08.07.2015

07:05 Uhr

Kultfilm Terminator

Marketing-Maschine Schwarzenegger ist zurück

VonMarcel Reich

He's back! Arnold Schwarzenegger kehrt in seine Kult-Rolle als „Terminator“ zurück. Für das Marketing des Action-Films ist das ein Segen – der Hype kommt durch „Arnie“ praktisch von alleine. Dabei hilft auch Facebook.

Schwarzenegger in Höchstform

Terminator Genisys: Arnie is back!

Schwarzenegger in Höchstform: Terminator Genisys: Arnie is back!

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Düsseldorf„I'll be back“ („Ich komme wieder“), Arnolds Schwarzeneggers Ausspruch als Action-Maschine „Terminator“, ist heute eines der geflügelten Wörter der Filmgeschichte. Tatsächlich schlüpfte er bereits drei Mal in die Rolle des Androiden „T-800“. Dann wurde aus dem Terminator der „Gouvernator“, als er 2003 für die Republikaner Landesvater von Kalifornien wurde. Mit dem Filmgeschäft war es damit erst mal vorbei. Zwölf Jahre später ist er nun zurück in seiner prestigeträchtigsten Rolle, was die Marketingabteilung der Produktionsfirma Paramount Pictures verzückte.

Mit „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ aus dem Jahr 1991 führte der Erfinder der Reihe, James Cameron, die Idee des Film-Franchises auf eine neue Ebene. Während Teil eins aus dem Jahr 1984 noch ein B-Movie mit Kosten von gerade einmal 6,7 Millionen Dollar war, konnte der Regisseur nach dem großen Erfolg an den Kinokassen aus den Vollen schöpfen: Für Teil zwei durfte er über 100 Millionen Dollar ausgeben, und das mit großem Erfolg. Der Streifen spielte 520 Millionen Dollar wieder ein, die Marke „Terminator“ war endgültig beim Massenpublikum angekommen. Gleich mehrere auf dem Film basierende Videospiele fluteten den Markt, auch der Soundtrack verkaufte sich überragend.

Das ist Arnold Schwarzenegger

Sportliche Karriere

Schwarzenegger, dessen Vater Meister im Eisstockschießen war, betrieb schon als Kind verschiedene Sportarten wie Fußball Schwimmen und Boxen. Bis zu seinem 18. Lebensjahr bestritt Schwarzenegger neben Bodybuilding noch einige Wettkämpfe im olympischen Gewichtheben, wo er 1965 in der Juniorenklasse Österreichischer Staatsmeister wurde. Mit 15 Jahren betrat der junge Arnold zum ersten Mal in seinem Leben ein Gewichtheberstudio, da sein Fußballtrainer Krafttraining für die Beine angeordnet hatte...

Ein Junge aus Österreich

Arnold Alois Schwarzenegger wurde am 30. Juli 1947 in Thal in der Steiermark geboren.

Mister Universum

Im Jahr 1967 gewann Schwarzenegger die Weltmeisterschaft der National Amateur Bodybuilders Association in London, wodurch er mit neunzehn Jahren zum bis heute jüngsten Mister Universum wurde.

Mr. Olympia

1970 gewann Schwarzenegger erstmals den prestigeträchtigen Titel des Mr. Olympia. Mit insgesamt sieben Mr. Olympia-Titeln und fünf Mr. Universum-Titeln war Arnold Schwarzenegger der erfolgreichste Bodybuilder seiner Zeit und wird bis heute als prägende Persönlichkeit des Bodybuildings angesehen. 1999 wurde Schwarzenegger in die Hall of Fame der IFBB aufgenommen.

Der Weg zum Filmstar

Seit seiner Jugend interessierte sich Schwarzenegger für Helden- und Sandalenfilme. Früh reifte in ihm der Entschluss, es seinen Vorbildern gleichzutun und Schauspieler zu werden. Seine imposante Erscheinung half Schwarzenegger, im Filmgeschäft Fuß zu fassen – zunächst unter dem Pseudonym Arnold Strong. Seine erste Rolle war Hercules im Film Hercules in New York (1969), bei dem seine Stimme im amerikanischen Original wegen seines starken steirischen Akzents nachsynchronisiert werden musste.

Conan der Barbar

Im Jahr 1982 erlangte Schwarzenegger durch seine Hauptrolle in Conan der Barbar erstmals internationale Beachtung als Schauspieler. 1984 spielte er auch in der Fortsetzung Conan der Zerstörer mit.

Der Durchbruch als Terminator

1984 gelang Schwarzenegger mit seinem Auftritt als Terminator im Film von James Cameron der Durchbruch in Hollywood. Schwarzenegger verkörperte hier zum ersten Mal den Bösewicht, wobei er im ganzen Film nur etwa 17 Sätze mit etwa 70 Wörtern zu sprechen hatte.

Dann kam der Gouvernator

Nachdem Filme wie The 6th Day oder Collateral Damage in der Publikumsgunst weit hinter den Erwartungen zurück blieben, widmete sich Arnie ganz der Politik. Im Oktober 2003 wurde er zum Gouverneur von Kalifornien gewählt. Einzig im Jahr 2004 hatte er einen kurzen Gastauftritt in der Jules-Verne-Verfilmung „In 80 Tagen um die Welt“. Aufgrund seiner engen Freundschaft zu Sylvester Stallone übernahm Schwarzenegger einen Cameo-Auftritt in dessen Actionfilm The Expendables.

Das Comeback

Nach vielen Gerüchten begann Schwarzenegger erst Ende 2011 die Dreharbeiten an The Last Stand. Seine Rolle in diesem Film ist die eines alten Sheriffs, der an der Verkrüppelung seines einstigen Kollegen schuld ist und sich nun gegen einen Drogenboss beweisen kann.

Der selbstironische dritte Teil und der in der Zukunft spielende vierte waren danach jedoch fast zu vernachlässigen. Durch sein Gouverneurs-Amt schauspielerisch außer Gefecht gesetzt, fand Teil vier sogar ganz ohne Arnold Schwarzenegger statt – so recht fühlte sich das nicht mehr nach Terminator an. Nach einigem hin und her konnte sich Paramount die Rechte an der Terminator-Reihe sichern, nachdem die „Halcyon Company“, die noch Teil vier in die Kinos brachte, bankrott ging. Das Studio kaufte das Terminator-Paket für knapp 30 Millionen Dollar aus der Konkursmasse.

Schnell war klar, dass Schwarzenegger für Teil 5 noch einmal als T-800 zurückkehrt – im Alter von 67 Jahren. Obwohl Arnie bereits zuvor wieder einige Filme gedreht hatte, war diese Ankündigung dann doch so etwas wie ein Erdbeben in der Fanszene.

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