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10.05.2011

19:38 Uhr

Kuriose Debatte

Kondom-Verbot im Parlament

An einem Zigarettenautomat im Bundestag kann man nicht nur Zigaretten kaufen, sondern auch Kondome. Das sei nicht "vertragsgemäß" entscheid man jedoch nun und verbot den Verkauf.

Zum Kondom-Verbot im Parlament nahm sogar ein Sprecher von Parlamentspräsident Norbert Lammert Stellung. Quelle: dapd

Zum Kondom-Verbot im Parlament nahm sogar ein Sprecher von Parlamentspräsident Norbert Lammert Stellung.

Der Bundestag hat den Verkauf von Kondomen im Parlament gestoppt. Begründung: Dies sei nicht "vertragsgemäß", sagte ein Sprecher von Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU) und bestätigte damit einen Bericht von "Spiegel Online". Seit Dienstag gibt es für die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, ihre Assistenten und die zahlreichen Mitarbeiter der Verwaltung damit keine Präservative mehr.

Eigentlich betreibt die Firma tobaccoland im Bundestag einen Zigarettenautomat - aufgrund der mangelnden Nachfrage nach einer bestimmten Marke hatte man sich entschieden, Zigaretten durch Kondome zu ersetzen. Im Vertrag mit der Parlamentsverwaltung sind diese aber nicht vorgesehen.

"Die Firma tobaccoland hat mit dem Deutschen Bundestag einen Vertrag zur Aufstellung eines Zigarettenautomaten abgeschlossen", sagte der Sprecher und fügte hinzu, vertragsgemäß dürfe dieser eben nur mit Zigaretten bestückt werden. Die Kondome seien "abredewidrig" angeboten worden. In Parlamentskreisen wird indes bezweifelt, dass es nach Präservativen überhaupt eine Nachfrage gebe.

Kommentare (1)

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11.05.2011, 08:39 Uhr

Wenn die Parlamentarier und ihre Truppen durch die Benutzung von Kondomen endlich den Kopf frei kriegen für die Probleme der Bürger, dann sollte das Angebot bestehen bleiben. Das wäre auf jeden Fall effizienter als einen Parlamentsdiener in den nächsten Sex-Shop zu schicken, um das Nötigste zu besorgen. Aber vielleicht könnte ja auch der Party-Service die Teile einfach mitbringen.

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