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17.01.2005

11:48 Uhr

Kurs auf die Oscars

Tränen der Freunde und Enttäuschung bei den Golden Globes

Die Hollywood-Auslandspresse hat in Beverly Hills die diesjährigen Golden Globes verliehen. Zu den Preisträgern gehören Mick Jagger, Leonardo DiCaprio, Clint Eastwood sowie die Sitcom "Desperate Housewives". Der Preis gilt als Stimmungstest für die Oscars.

Die Golden Globes wurden zum 62. Mal in den USA verliehen.

Preisträger: Clint Eastwood und Hilary Swank. Foto: dpa

HB BEVERLY HILLS/NEW YORK. Ausgerechnet Robin Williams konnte sich Sticheleien gegen die ausländischen Filmreporter in Hollywood nicht verkneifen. Am ehesten finde man sie am Kalten Büffet, ulkte der Komödiant, der in der Golden-Globes-Nacht mit einem Sonderpreis geehrt wurde. Obendrein spielte er darauf an, dass manche der 94 Mitglieder des Vereins der Auslandspresse, der immerhin seit 62 Jahren die nach den Oscars bekanntesten Filmpreise vergibt, vom Schreiben allein kaum leben können.

Dabei ist der Kalauer, dass man in Hollywood radebrechenden Filmreportern in den besten Restaurants begegnet - wo sie zwecks Nebenverdienst kellnern -, so alt wie die Golden Globes. Kein Wunder, dass mancher aufatmete, als Williams die Kurve bekam und seinen Preis dem Superman-Darsteller Christopher Reeve widmete, der im September 2004 nach langem Kampf gegen die Folgen seiner Querschnittslähmung gestorben war.

Ansonsten aber gab es nur wenige ernste Momente bei „Hollywoods heißester Party des Jahres“. Allerdings war mancher den Tränen recht nahe - Gewinner wie Verlierer. Altmeister Martin Scorsese hatte sichtlich mit seiner Enttäuschung zu ringen, als bei der Verkündung des Golden Globe für den besten Regisseur nicht sein Name fiel, sondern der von Clint Eastwood. Der 74-Jährige wurde für seine Glanzleistung mit dem Boxerinnen-Drama „Million Dollar Baby“ ausgezeichnet. Wenn es zutrifft, dass die Globes ein einziger großer Testlauf für die Oscars sind, dann ist Eastwood der haushohe Favorit für den Sieg in derselben Kategorie bei den weit renommierteren Preisen der US-Filmakademie.

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