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08.08.2013

16:07 Uhr

Lachnummer am Stellwerk

Bahn bekommt die Probleme in Mainz nicht in den Griff

In Mainz fallen derzeit reihenweise Züge aus. Bereits seit vergangenen Freitag ist der Fernverkehr nachts am Hauptbahnhof quasi nicht mehr existent. Und das könnte noch eine Weile so weiter gehen.

Zugausfälle in Mainz

Personalmangel bei der Bahn behindert Zugverkehr

Zugausfälle in Mainz: Personalmangel bei der Bahn behindert Zugverkehr

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Mainz/Frankfurt/MainDie Zugausfälle am Mainzer Hauptbahnhof wegen des Personalmangels werden höchstwahrscheinlich noch länger dauern. „Ich gehe davon aus, dass es auch in der nächsten Woche zu Einschränkungen kommen wird“, sagte der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Jürgen Konz, am Mittwoch in Bad Kreuznach. Ursprünglich sollten die nächtlichen Zugausfälle nur bis Sonntag gehen.

Seit Freitag ist der Mainzer Hauptbahnhof von Fernzügen in der Nacht nahezu abgekoppelt. Nur einige Schlafwagenzüge und wenige IC-Züge halten laut Bahn. Die DB begründet die Probleme mit einem nicht vorhersehbaren hohen Krankenstand während der Urlaubszeit – das Stellwerk könne nicht ausreichend besetzt werden. Die Bahn spricht von einem Sonderfall. „Ein ähnlicher Vorfall ist mir nicht bekannt“, sagte eine Bahnsprecherin in Frankfurt.

Die Bahn bat für das Chaos in Mainz um Entschuldigung. „Für die derzeitigen Einschränkungen möchte ich mich entschuldigen“, antwortete ein Mitarbeiter am Mittwoch auf Facebook auf Beschwerden einer Nutzerin. Bereits am Dienstag hatte Bahn-Sprecher Achim Stauß im ZDF gesagt: „Wir können uns im Moment bei den Kunden nur entschuldigen und dafür sorgen, dass die Situation sich möglichst schnell ändert.“ Das sieht bisher allerdings nicht so aus.

„Wir werden uns auch in den nächsten Wochen und Monaten auf dünnem Eis befinden“, sagte der Chef der Bahntochter DB Netz, Frank Sennhenn, am Donnerstag in Mainz. „Zurzeit sehen wir uns nicht in der Lage, eine stabile Aussage darüber zu machen, wie es jenseits des August weitergeht.“ Fern- und Regionalverkehr blieben bis Ende August eingeschränkt.

Kurzfristig kann die Bahn nach eigenen Angaben die Probleme nicht lösen. Von 15 Fahrdienstleitern seien wegen Urlaubs und Krankheit derzeit nur acht im Dienst. Sennhenn bat um Entschuldigung für die Einschränkungen. Die Kunden könnten die Kulanzregelung nutzen, die es während des Hochwassers gab.

Von

dpa

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

08.08.2013, 14:59 Uhr

Wie schnell kann man doch ein Unternehmen dadurch ruinieren, dass man es an die Boerse bringen will.
Ob es die S-Bahn in Berlin ist, oder die permanenten Probleme in Deutschland. Es wurde auf Teufel komm raus gespart, wenn dann wurde nur noch in ICE investiert und alles nur um das Unternehmen mal kurz börsenfein zu machen.
Massenhaft wurde rollendes Material verhökert, Peronal entlassen.
Nun ist man nicht mal mehr in der Lage, von A nach B zu fahren.

Nachwuchs

08.08.2013, 15:11 Uhr

Probleme? Dort sind doch Experten am Werk! Also ist alles Vorsatz um die Kunden zu vergraulen. Dies sieht deren Arbeitsvertrag doch vor, oder warum sonst Boni??

manthra

08.08.2013, 15:17 Uhr

"Die Bahn spricht von einem Sonderfall." - Auch die ganzen Klimaanlagenausfälle - ein Bahninterne Klimakatastrophe!! - sind bei innerräumlichen Temperaturen von 60 Grad und mehr bei nicht zu öffnenden Fenstern wie in einer transportablen Psychiatrie!!! - NUR SONDERFÄLLE.
Der TGV-Deutschland, genannt ICE, ist eine richtige Lachnummer. Wer für so ein Unternehmen noch Bahncard kauft, das Wetterextremen nicht gewachsen ist, meist seine Toiletten geschlossen hat wegen asozialen Idioten, die dort qualmen oder alles vollstopfen mit Müll und hierfür kein ausreichend motiviertes und quantifiziertes Personal aufbringen kann, muss regulär vor Markt und Kunde kapitulieren. DIE ROLLENDE PSYCHIATRIE nicht zu öffnender Fenster etwa bei Klimaanlagenausfällen und innerräumlich sich aufstauenden 60 Grad und mehr spricht für die technische Inkompetenz der deutschen Bahn! Es ist unverantwortlich, hier Mio. von Menschen täglich zu transportieren. Andere Beispiele sind Navi-Fehlleitungen von Berlin nach Düsseldorf statt Köln und auffallend häufige Stromausfälle meist zwischen Berlin und Wolfsburg/Hamburg.

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